Bei der 22. „Stunde der Gartenvögel“ des NABU haben bundesweit rund 56.000 Menschen über eine Million Vögel gemeldet, wobei der Haussperling erneut die Rangliste anführt, aber einen deutlichen Rückgang verzeichnet.
Der Haussperling liegt zwar nach wie vor auf Platz eins der am meisten gemeldeten Vögel, doch er hat einen Verlust von neun Prozent zum Vorjahr eingefahren, wie NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler mitteilte. „Denn, wenn so häufige Arten wie der Haussperling immer weniger gemeldet werden, könnte das ein Alarmsignal für den Zustand der Natur in unseren Siedlungen sein“, warnte er. Als Gründe nannte er ein mangelndes Nahrungsangebot und den Verlust von Wohn- und Lebensraum in Städten.
Auch der Feldsperling setzte seinen Negativtrend mit einem Minus von sechs Prozent fort. Insgesamt wurden im Schnitt nur noch etwa 28,4 Vögel pro Garten oder Park gezählt, während es 2018 noch knapp 34 waren. Damit setzt sich der Abwärtstrend der vergangenen Jahre vorerst fort.
