Das Düsseldorfer Unternehmen Galeria hat am Mittwoch die Namen der 33 Filialen veröffentlicht, deren wirtschaftliche Tragfähigkeit nun geprüft wird, während gleichzeitig Verhandlungen mit Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen laufen.

Die Warenhauskette Galeria steht vor einer ihrer bislang tiefgreifendsten Umstrukturierungen. Das Düsseldorfer Unternehmen erklärte am Mittwoch, es habe für die 33 Filialen "intensive Verhandlungen" über Mietkonditionen und Flächenanpassungen aufgenommen. Bundesweit betreibt Galeria noch 83 Standorte mit insgesamt mehr als 10.000 Arbeitsplätzen. Allein 17 dieser Filialen befinden sich in Nordrhein-Westfalen.

Hintergrund: Dritte Insolvenz und neuer Eigentümer

Galeria hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre Insolvenz angemeldet. Die Kaufhauskette war im Zuge der Insolvenz des österreichischen Mutterkonzerns Signa in Schwierigkeiten geraten. Später übernahm ein Investorenkonsortium die Warenhauskette. Die neuen Eigentümer strichen unter anderem die Namen Kaufhof und Karstadt und verlegten den Verwaltungssitz von Essen nach Düsseldorf.

Erst Ende Juni hatte die angeschlagene Warenhauskette einen Kredit von bis zu 160 Millionen Euro erhalten von der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers. Das Geld ist an einen auf drei Jahre angelegten Sanierungsplan geknüpft, der auch vorsieht, das Filialnetz von nun 33 Häusern zu prüfen.