Im Strafverfahren zur Brandkatastrophe von Crans-Montana mit 41 überwiegend jungen Toten hat die Walliser Staatsanwaltschaft einen fünfzehnten Beschuldigten angeklagt, einen ehemaligen Vizepräsidenten der früheren Gemeinde Chermignon und späteren Gemeinderat von Crans-Montana.

Rolle des neuen Beschuldigten

Die Walliser Staatsanwaltschaft bestätigte die Information am Tag der Veröffentlichung auf Anfrage. Bei dem neu Beschuldigten handelt es sich laut den Angaben um eine Person, die zwischen 2013 und 2016 als Vizepräsident der früheren Gemeinde Chermignon amtete und in der Folge von 2017 bis 2020 im Gemeinderat von Crans-Montana sass. Damit erhöht sich die Zahl der Beschuldigten im Zusammenhang mit der Silvesternacht-Katastrophe auf 15.

Die Anklagepunkte sind bei allen Beschuldigten identisch: fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Verursachung eines Brandes. Die neu beschuldigte Person steht zudem im Verdacht, im Jahr 2015 der Feuerwehrkommission von Chermignon vorgestanden zu haben, also genau in dem Zeitraum, als Jacques und Jessica Moretti die Bar «Le Constellation» übernahmen.