Felix Gall hat am Samstag auf der 20. Etappe des 109. Giro d'Italia seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung verteidigt und steht damit unmittelbar vor dem ersten österreichischen Podiumsplatz bei einer Grand Tour seit 1957.
Vingegaards fünfter Streich
Der Osttiroler beendete die schwere Bergetappe von Gemona del Friuli nach Piancavallo auf dem zweiten Rang, 1 Minute und 15 Sekunden hinter dem überragenden Tagessieger und Gesamtführenden Jonas Vingegaard.
Vingegaard, der bereits zum fünften Mal bei dieser Italien-Rundfahrt jubelte, attackierte rund elf Kilometer vor dem Ziel auf der zweiten Auffahrt nach Piancavallo und setzte sich uneinholbar ab.
Gall konnte dem Antritt des Dänen zunächst folgen, musste den Spitzenreiter aber schließlich ziehen lassen. Dennoch baute er seinen Vorsprung auf den drittplatzierten Jai Hindley aus Australien weiter aus.
Die Königsetappe als Vorentscheidung
In der Gesamtwertung liegt Vingegaard nun mit 5 Minuten und 22 Sekunden vor Gall. Hindley folgt als Dritter mit 6 Minuten und 25 Sekunden Rückstand auf das Rosa Trikot.
Der Niederländer Thymen Arensman, der vor der Etappe noch auf Rang drei gelegen hatte, fiel nach einem schwächeren Auftritt auf den vierten Gesamtrang zurück.
Die 20. Etappe führte über 200 Kilometer und wies insgesamt 3.750 Höhenmeter auf. Die erste Hälfte der Strecke war weitgehend flach, bevor die Fahrer den 14,5 Kilometer langen Schlussanstieg nach Piancavallo gleich zweimal bewältigen mussten.
