Beim Schauspiel am Himmel konnten Beobachter in Deutschland am Mittwochabend eine fast totale Mondfinsternis sehen, bei der der Mond tief in den Kernschatten der Erde eintauchte und rötlich erschien.

Das Himmelsereignis begann am späten Abend und war von Mitteleuropa aus in seiner zentralen Phase gut zu verfolgen. Der Mond glitt dabei durch den Kernschatten der Erde, wobei sich seine übliche helle Oberfläche zunehmend verdunkelte. Zum Höhepunkt der Finsternis stand der Trabant nur wenige Grad über dem Westhorizont, sodass eine freie Sicht nach Westen entscheidend war.

Warum der Mond rötlich leuchtet

Wie der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz, der Deutschen Presse-Agentur erklärte, tauchte der Mond dabei so tief in den Schatten ein, dass er selbst am Rand keinen direkten Sonnenstrahl mehr erhielt. Diese Konstellation ist die Voraussetzung dafür, dass der Erdtrabant nicht völlig schwarz, sondern in einem markanten Kupfer- bis Rostrot erscheint – im Volksmund auch als Blutmond bezeichnet.