Am 22. Juli explodierte in einem Müllwagen in St. Kanzian am Klopeiner See eine Stichflamme, vermutlich ausgelöst durch eine falsch entsorgte Batterie oder einen Akku, wobei niemand verletzt wurde.
Was ist neu seit 22. Juli
Update vom 24. Juli: Als wahrscheinliche Ursache der Stichflamme in einem Müllfahrzeug in St. Kanzian am Klopeiner See gilt nun ein falsch entsorgter Akku beziehungsweise eine Batterie. Das geht aus aktuellen Erkenntnissen hervor. Der Vorfall hatte bereits am Morgen des 22. Juli für Aufsehen gesorgt.
Am 22. Juli morgens kam es im Zuge der Müllabfuhr im Gemeindebereich von St. Kanzian am Klopeiner See in einem Müllwagen zu einem Explosionsgeräusch samt Stichflamme. Der Vorfall ereignete sich, als ein Arbeiter die Müllpresse des Fahrzeugs betätigte. Dabei kam es zu einem Explosionsgeräusch samt Stichflamme.
Ersten Erkenntnissen zufolge wird als Auslöser eine falsch entsorgte Batterie oder ein Akku angenommen. Verletzt wurde dabei niemand. DerLenker des Fahrzeugs reagierte nach Angaben der Einsatzkräfte umsichtig.
Der LKW-Fahrer lenkte das Müllfahrzeug darauf sofort zu einer nahegelegenen Wiese und entlud es dort, um größeren Schaden am Fahrzeug zu verhindern. Durch das rasche Ausladen des Mülls auf einer Freifläche konnte nach bisherigem Stand eine Brandausbreitung verhindert werden.
Hintergrund: Akkus in der Müllpresse
Die Schadenshöhe am Fahrzeug steht derzeit noch nicht fest. Ob die Pressvorrichtung oder weitere technische Komponenten des Müllwagens beschädigt wurden, ist Gegenstand laufender Untersuchungen. Auch zum genaueren Ablauf der Reaktion des Fahrers werden weiterhin Details ausgewertet.
Der Vorfall ereignete sich in Kärnten, konkret im Gemeindegebiet von St. Kanzian am Klopeiner See, einer Region, in der die Abfallentsorgung überwiegend von kommunalen und regionalen Entsorgungsunternehmen organisiert wird. Vergleichbare Fälle in anderen Kärntner Gemeinden sind aus der jüngeren Vergangenheit nicht übermittelt worden.
Fachleute für Abfallwirtschaft weisen seit Langem darauf hin, dass Lithium-Ionen-Akkus in Restmülltonnen eine ernste Gefahr darstellen können. Bei Beschädigung oder unter Druck können sie sich entzünden und sind in der Lage, brennbare Materialien in der Umgebung zu entzünden. Die Müllpresse in einem Müllwagen erhöht den mechanischen Druck zusätzlich.
Reaktion vor Ort und Folgen
Bereits vor dem aktuellen Fall gab es in Österreich und anderen europäischen Ländern wiederholt Hinweise der Entsorgungswirtschaft, dass falsch entsorgte Energiespeicher, insbesondere aus Elektrokleingeräten, E-Zigaretten oder mobilen Geräten, ein Risiko für Müllfahrzeuge und Sortieranlagen darstellen. Fachstellen empfehlen, Altbatterien und Akkus ausschließlich über dafür vorgesehene Sammelstellen zu entsorgen.
Der Zwischenfall in St. Kanzian verlief glimpflich, weil der Fahrer rasch und besonnen handelte und das Fahrzeug auf eine freie Wiese brachte. Die Behörden betonen, dass das schnelle Entladen außerhalb bebauter Bereiche ein wichtiger vorbeugender Schritt gewesen sei, um größere Schäden am Fahrzeug oder in der näheren Umgebung zu verhindern.
Lokale Anrainerinnen und Anrainer wurden nach Angaben der Gemeinde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Einsatzkräfte führten die notwendigen Sicherungsarbeiten am Fahrzeug durch und stellten den betroffenen Bereich ab. Die Müllabfuhr im betroffenen Gemeindebereich konnte am Folgetag wieder planmäßig aufgenommen werden.
Die zuständigen Stellen kündigten an, den Vorfall weiter aufzuarbeiten und die Erkenntnisse in die laufende Sicherheitsunterweisung des Entsorgungspersonals einfließen zu lassen. Hinweise auf ein Fremdverschulden oder eine strafrechtlich relevante Ursache liegen nach derzeitigem Stand nicht vor.
