Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet wegen des Iran-Kriegs mit mehr Inflation und weniger Wirtschaftswachstum im Euroraum.
Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet wegen des Iran-Kriegs mit mehr Inflation und weniger Wirtschaftswachstum im Euroraum. In ihrer aktualisierten Prognose korrigierte die Notenbank die Erwartungen für das laufende Jahr und die Folgejahre deutlich nach unten beziehungsweise nach oben, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Ausblick hervorgeht.
Die EZB erwartet im laufenden Jahr nur noch 0,8 Prozent Wachstum. Damit senkte die Notenbank ihre Prognose wegen der Kriegsfolgen und höherer Energiepreise erneut. Im ersten Quartal schrumpfte sie leicht. Die Wirtschaft im Währungsraum bekommt den Ölpreisschock und die gestiegene Unsicherheit wegen der Kämpfe im Nahen Osten zu spüren.
Inflationsziel rückt in weitere Ferne
Im wahrscheinlichsten Szenario erwartet die Notenbank für dieses Jahr eine Teuerungsrate von durchschnittlich 3,0 Prozent. Der Wert liegt deutlich über der mittelfristig angepeilten Marke von 2,0 Prozent, bei der die EZB ihr wichtigstes Ziel gewahrt sieht: Für einen stabilen Euro zu sorgen und so die Kaufkraft der Menschen zu erhalten.
