Der Spezialchemiekonzern Evonik hat in seinem Segment Advanced Technologies von einem Bevorratungsverhalten seiner Kunden profitiert, das durch Lieferengpässe infolge der Blockade der Straße von Hormus ausgelöst wurde, wie Dow Jones Newswires berichtet.
Engpass mit globaler Wirkung
Die verstärkten Bestellungen gingen demnach unter anderem darauf zurück, dass asiatische Zulieferer wegen der angespannten Lage in der Meerenge zwischen Iran und der arabischen Halbinsel zeitweise nicht liefern konnten. Kunden von Evonik sicherten sich laut dem Bericht mit höheren Lagerbeständen gegen diese Unsicherheit ab, was die Nachfrage nach Produkten des Segments Advanced Technologies vorübergehend anhob.
Evonik-Chef Christian Kullmann wies laut Dow Jones Newswires jedoch darauf hin, dass solche Sondereffekte nichts an den grundsätzlichen Herausforderungen der Spezialchemie änderten. Die fundamentalen Branchenprobleme seien nach wie vor ungelöst, wird Kullmann zitiert. Damit grenzt der Konzern die zuletzt positive Geschäftsentwicklung in diesem Bereich ausdrücklich von einem breiteren Aufwärtstrend ab.
