Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) warnt, dass beim Einstieg des italienischen Fernverkehrsanbieters Italo in den deutschen Markt mindestens 16 Städte ihre Anbindung an ICE- und IC-Verbindungen verlieren könnten.

Italo will ab dem Jahr 2028 auch in Deutschland Fernverkehrsfahrten anbieten. Nach den Plänen des italienischen Unternehmens sollen zunächst die Strecken München-Frankfurt-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg befahren werden. Das geht aus einer Analyse der EVG hervor, über die die Zeitung Bild am Sonntag berichtete. Die Nachricht wurde am 14.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Die Gewerkschaft befürchtet, dass die Deutsche Bahn bei einem Einstieg von Italo weniger eigene Schnellzüge auf hochprofitable Strecken schicken könnte. Wenn lukrative Trassen an Wettbewerber gingen, verdiene sie weniger Geld, mit dem andere Fernverbindungen quersubventioniert werden könnten. Die Bahn-Tochter InfraGo vergibt die Trassen unter Aufsicht der Bundesnetzagentur.