Hui Ka Yan, der Gründer des angeschlagenen chinesischen Immobilienriesen Evergrande, hat vor Gericht schriftlich gestanden, mehrere wirtschaftliche Straftaten begangen zu haben.

Hintergrund der Evergrande-Krise

Die Pleite des Immobilienkonzerns Evergrande im Jahr 2021 markierte einen Wendepunkt für den chinesischen Immobiliensektor. Mit Schulden in Höhe von rund 300 Milliarden US-Dollar war das Unternehmen eines der größten Opfer der Kreditkrise in der Branche. Die chinesische Regierung reagierte mit strengeren Kontrollen und einer härteren Gangart gegen Verstöße.

Hui Ka Yan, einst einer der reichsten Männer Chinas, stand seit dem Zusammenbruch seines Unternehmens unter besonderer Beobachtung. Seine Verhaftung im Jahr 2023 durch die chinesischen Behörden war ein deutliches Signal Pekings, gegen Verfehlungen in der Wirtschaft vorzugehen. Seitdem wurde Hui nicht mehr öffentlich gesehen.

Gerichtsverfahren und Schuldbekenntnis

In dem aktuellen Verfahren gestand Hui Ka Yan schriftlich, mehrere wirtschaftliche Straftaten begangen zu haben. Die genauen Delikte wurden nicht im Detail genannt, doch die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit der milliardenschweren Pleite des Unternehmens. Die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde verhängte zudem eine Geldstrafe von 6,6 Millionen US-Dollar gegen Hui und verbannte ihn lebenslang vom Wertpapiermarkt.