Die Europäische Union hat Forderungen Russlands nach einem Abzug ihres diplomatischen Personals aus der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw entschieden zurückgewiesen und gleichzeitig den Geschäftsträger der russischen Botschaft in Brüssel einbestellt.

Diplomatische Konfrontation

Die Leiterin der EU-Vertretung in Kyjiw, Katarina Mathernova, stellte unmissverständlich klar, dass die EU-Vertretung in Kyjiw bleiben werde. Zuvor hatte Moskau am Montag alle Diplomaten und andere Ausländer aufgerufen, Kyjiw so schnell wie möglich zu verlassen.

Russland hatte angekündigt, seine Streitkräfte würden mit systematischen Schlägen gegen militärische und politische Entscheidungszentren in Kyjiw beginnen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha rief die Verbündeten daraufhin dazu auf, der russischen Erpressung nicht nachzugeben.

Eine Sprecherin der EU-Kommission, Anitta Hipper, bezeichnete die russischen Drohungen auf der Plattform X als „inakzeptable Eskalation“. Die EU forderte Russland zudem auf, die Beschießung von Zivilisten einzustellen und einer „vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe“ zuzustimmen.

Auch die deutsche Bundesregierung bestellte den russischen Botschafter ein. Der russische Außenminister Sergej Lawrow rechtfertigte das Vorgehen in einem Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio als Reaktion auf ukrainische Angriffe auf Zivilisten.

Angriffe und Opfer