Bei einem informellen Treffen der EU-Außenminister auf Zypern haben mehrere Mitgliedstaaten, darunter Deutschland und Schweden, die Ernennung eines EU-Sondergesandten für mögliche Friedensgespräche mit Russland entschieden abgelehnt.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte die Befürworter eines solchen Sondergesandten eindringlich vor weiteren öffentlichen Diskussionen über das Thema. „Es ist eine Falle, in die Russland uns locken will“, sagte Kallas. Russlands Taktik sei es, die EU dazu zu bringen, über Personen zu diskutieren, damit Moskau dann auswählen könne, wer genehm sei.
Als mögliche Kandidaten für die Rolle waren zuletzt unter anderem der frühere EZB-Chef Mario Draghi, die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der finnische Präsident Alexander Stubb und der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker genannt worden. Der russische Präsident Wladimir Putin brachte zudem den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Gespräch.
