Am 17. Mai 2026 erschoss die Polizei in Dölzig bei Leipzig einen entlaufenen Tiger, der aus einer privaten Haltung in Schkeuditz ausgebrochen war.
Der Tiger war am frühen Morgen aus seiner Anlage in Schkeuditz entkommen und hatte in einem Gartengebiet in Dölzig einen 72-jährigen Mann angegriffen. Der Mann erlitt dabei schwere Biss- und Kratzverletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Die Polizei traf am Tatort ein und erschoss das Tier, um eine weitere Gefahr für die Bevölkerung abzuwenden. "Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr mehr", sagte eine Polizeisprecherin.
Der verletzte Mann war ein Helfer in der Anlage und hatte sich "berechtigt" im Gehege aufgehalten, wie die Polizei mitteilte. Sein Zustand wurde als schwer, aber nicht lebensbedrohlich beschrieben.
Die Tiger-Halterin, Carmen Zander, eine ehemalige Zirkus-Dompteurin, äußerte sich bestürzt über den Vorfall. "Das ist eigentlich der Albtraum jedes Tierlehrers", sagte sie gegenüber MDR SACHSEN.
