Breel Embolo, Stürmer des Schweizer Nationalteams, hat am Dienstag den Flug der Mannschaft von Zürich nach Los Angeles wegen eines kurzfristig abgelehnten ESTA-Antrags verpasst und wartet weiter auf eine Einreisegenehmigung in die USA.
Ablehnung kurz vor dem Abflug
Die Schweizer Fussballnationalmannschaft war am Dienstag ohne ihren Stürmer Breel Embolo in die USA aufgebrochen. Am Morgen war sein Antrag auf eine elektronische Einreisegenehmigung (ESTA) noch als bewilligt gemeldet worden. Um 10:34 Uhr, zweieinhalb Stunden vor dem Abflug, erhielt der Schweizerische Fussballverband (SFV) jedoch die Mitteilung, dass für Embolos ESTA zusätzliche Abklärungen erforderlich seien. Dem Spieler wurde daraufhin das Boarding verweigert.
Hintergrund: Das Strafurteil aus Basel
Am Tag darauf, am Mittwochmorgen, suchte Embolo persönlich die US-Botschaft in Bern auf, um ein Visum zu beantragen. Nach Angaben des SFV wurde dem Verband mitgeteilt, dass die US-Botschaft den Antrag mit Priorität behandle. Adrian Arnold, Direktor für Unternehmenskommunikation des SFV, sagte vor Journalisten in San Diego: „Breel wird bald als unser Breel bei uns sein." Einen präzisen Zeitpunkt für die Einreise wollte Arnold jedoch nicht nennen.
Hintergrund des Einreiseproblems ist ein rechtskräftiges Strafurteil gegen Embolo. Im Herbst 2025 hatte das Basler Appellationsgericht in zweiter Instanz den Schuldspruch der Vorinstanz wegen mehrfacher Drohung bestätigt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Embolo bei einer Auseinandersetzung in der Steinenvorstadt im Jahr 2018 massive Drohungen gegen eine andere Person ausgestossen hatte. Die Strafe wurde auf 45 Tagessätze zu je 3000 Franken festgesetzt – den Höchstsatz wegen seines hohen Einkommens. Das Urteil wurde in diesem Frühjahr rechtskräftig, nachdem Embolo den Schuldspruch akzeptiert hatte.
