Die Zahl der Elterngeld-Bezieher in Deutschland ist im Jahr 2025 zum vierten Mal in Folge gesunken, mit einem Rückgang von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Hintergrund

Das Elterngeld wurde eingeführt, um Eltern finanziell zu unterstützen, die sich nach der Geburt eines Kindes Zeit für die Betreuung nehmen möchten. Seit April 2025 gelten neue Regelungen, die die Bezugsberechtigung auf Alleinerziehende oder Paare mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 175.000 Euro beschränken.

Das Elterngeld Plus, das 2016 eingeführt wurde, bietet eine geringere monatliche Zahlung, wird aber über einen längeren Zeitraum gezahlt. Dennoch nutzten 2025 nur 8,3 Prozent der Elterngeld-Plus-Empfänger den Partnerschaftsbonus, der bis zu vier zusätzliche Monate Elterngeld Plus ermöglicht, wenn beide Eltern in Teilzeit arbeiten.

Statistische Entwicklungen

Im Jahr 2025 lag der Anteil der Väter, die Elterngeld bezogen, bei 25,9 Prozent – ein leichter Anstieg gegenüber 2024. Sachsen verzeichnete mit 30,0 Prozent den höchsten Anteil an Vätern, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern.

Frauen planten im Durchschnitt, 14,9 Monate Elterngeld zu beziehen, während Männer nur 3,8 Monate einplanten. Die Gesamtzahl der Elterngeld-Empfänger lag im Vorjahr bei etwa 1,61 Millionen, was einem Rückgang von 13,9 Prozent seit 2021 entspricht.

Regionale Unterschiede und Trends