Der Eichenprozessionsspinner, dessen Brennhaare als „Höllenraupen“ gefürchtet werden, hat sich von Deutschland aus nach Dänemark und in weitere nordische Länder ausgebreitet, wo Behörden und Zoos erste Gegenmaßnahmen ergreifen.
Vom Falter zur Plage: Was den Eichenprozessionsspinner ausmacht
Der Eichenprozessionsspinner, ein unauffälliger nachtaktiver Falter, der ursprünglich aus Südosteuropa stammt, ist in diesem Sommer in mehreren nordischen Ländern aufgetaucht. Besonders betroffen ist die dänische Stadt Odense auf der Insel Fünen, wo die Behörden gegen eine Massenvermehrung der etwa drei Zentimeter langen Raupen vorgehen. Wie die Universität Kopenhagen mitteilt, wird der Schädling inzwischen auch in den Niederlanden und in Dänemark gesichtet, deutlich weiter nördlich als noch vor wenigen Jahrzehnten.
Die Raupen bewegen sich bevorzugt in prozessionsartigen Reihen an Eichenrinde und bilden pro Exemplar Zehntausende winziger Brennhaare aus, wie das dänische Ministerium für Natur und Tierschutz erläutert. Diese Haare „können Juckreiz, Hautausschläge und in seltenen Fällen Atembeschwerden verursachen“. Auch nach der Verpuppung bleiben leere Puppenhüllen und zurückgelassene Brennhaare gefährlich.
