Hamburg, 03 Juni 2026

Die ehemalige DDR-Militärstation Ostervilm, eine künstliche Mini-Insel im Greifswalder Bodden südöstlich von Rügen, wird am 4. Juni 2026 in Hamburg versteigert.

Die Auktion führt das Unternehmen Norddeutsche Grundstücksauktionen AG durch. Die Plattform misst laut Auktionskatalog rund 250 Quadratmeter und liegt in der Ostsee. Das Mindestgebot für die sogenannte Ostervilm-Plattform liegt bei 39.000 Euro.

Bei der Station handelt es sich um eine künstliche Insel, die 1954 auf etwa 600 Holzpfählen errichtet wurde. Die Wassertiefe an dieser Stelle beträgt ungefähr zehn Meter. Damit ist die Anlage zwar klein, aber aufwendig in das Bodden-Gewässer eingebettet.

Die Einrichtung diente der Volksmarine der DDR als Entmagnetisierungsstation. Über eine Kabel-Schleife im Meer wurden Schiffe so behandelt, dass sie nicht von magnetisch ausgelösten Seeminen erkannt werden konnten. Für längere Aufenthalte war die Station nicht vorgesehen: Soldaten hielten sich in der Regel nur für einzelne Tage dort auf, gelegentlich auch mehrere Tage, wenn mehr Arbeit anfiel.