In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle auf über 900 gestiegen, während die Weltgesundheitsorganisation vor einer „katastrophalen Kollision von Krankheit und Konflikt“ warnt.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus appellierte am 29. Mai 2026 bei einem Besuch in der Provinzhauptstadt Bunia an die Konfliktparteien, die Waffen zumindest vorübergehend niederzulegen. „Ein Waffenstillstand, selbst ein kurzer, würde Leben retten“, erklärte er.

Kein Impfstoff gegen seltene Virus-Variante

Der aktuelle Ausbruch wird durch die seltene Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht. Gegen diesen Stamm gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung, wie die WHO bestätigte.

Die Infektionskette kann derzeit nur durch konsequente Isolierung von Infizierten und deren Kontaktpersonen unterbrochen werden. Kontaktpersonen müssen sich für mindestens drei Wochen isolieren, was unter den gegenwärtigen Bedingungen kaum möglich ist.