Angesichts von mehr als 900 Ebola-Verdachtsfällen und anhaltenden Kämpfen im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer „katastrophalen Kollision von Krankheit und Konflikt“ gewarnt und eine sofortige Waffenruhe gefordert.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus veröffentlichte am Tag der Berichterstattung eine Erklärung auf X, ehemals Twitter. Darin schrieb er: „Wir können weder das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen noch Kranke isolieren, während Bomben fallen.“
Tedros appellierte eindringlich an die Konfliktparteien, sich auf eine sofortige Waffenruhe zu einigen, um die Eindämmung des Ausbruchs zu ermöglichen. „Wir bitten dringend, das Überleben der Menschen über alles andere zu stellen“, so der WHO-Chef.
Seltene Virusvariante ohne Impfstoff
Der aktuelle Ausbruch wird durch die seltene Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht. Gegen diesen Stamm gibt es derzeit weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung.
