Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich die Zahl der Ebola-Fälle binnen 24 Stunden um 72 auf insgesamt 782 erhöht, während die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) vor wachsenden Lücken bei Überwachung und Kontaktverfolgung warnt.

Die kongolesischen Gesundheitsbehörden meldeten am Montag einen anhaltend starken Anstieg der Ebola-Fälle im Nordosten des Landes. Wie das Informationsministerium mitteilte, stieg die Zahl der bestätigten Todesfälle im selben Zeitraum um 32 auf 181. Die Sterblichkeitsrate liegt den Angaben zufolge bei 23,1 Prozent. Nach Angaben des Ministeriums werden aktuell 359 Patientinnen und Patienten in Spitälern und Isolierstationen behandelt.

Warnung von MSF: Überlastete Behandlungszentren

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) warnte, dass einen Monat nach Bekanntwerden des Ausbruchs in der Provinz Ituri die Lücken bei Überwachung und Kontaktverfolgung die Bemühungen um eine Eindämmung der hochgefährlichen Krankheit untergraben. Katy While, Koordinatorin von MSF im Kongo, erklärte: "Niemand kennt das wahre Ausmaß oder die genauen Ausbreitungsorte". Sie fügte hinzu: "Wir wissen jedoch, dass die meisten Behandlungszentren in der Provinz Ituri überlastet sind; viele unserer Patienten erreichen uns erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit".