Genf, 04 Juli 2026

Bei dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Anfang Juli 452 Menschen gestorben, 1.460 Fälle sind bestätigt.

Aktuelle Fallzahlen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Freitag die jüngsten Zahlen zum Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo vorgelegt. „Bei dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik (DR) Kongo sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Anfang Juli 452 Menschen gestorben“, hieß es aus Genf. Zugleich seien 1.460 Fälle bestätigt worden, wie die WHO mitteilte: „Bisher seien 1.460 bestätigte Fälle gemeldet worden, gab die WHO heute bekannt.“

Die Zahlen der WHO decken sich mit gleichzeitigen Angaben der Regierung der DR Kongo. Damit handelt es sich um einen der schwersten Ebola-Ausbbrüche in dem Land der vergangenen Jahre. Die Behörden sprechen von einer sich dynamisch entwickelnden Lage, in der Infektionsketten nur schwer zu durchbrechen seien.

Ausbreitung nach Uganda

Besorgniserregend ist nach Angaben der WHO die Ausbreitung über die Landesgrenzen hinaus. „Das Virus hat auch das benachbarte Uganda erreicht“, erklärte die Organisation. Damit steigt das Risiko einer regionalen Ausbreitung in Ostafrika erheblich, da Gesundheitssysteme in grenznahen Gebieten ohnehin stark belastet sind.

Bei dem Erreger handelt es sich um den seltenen Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus. Wie die WHO erläuterte, wurde das Virus als „seltenen Bundibugyo-Stamms“ identifiziert. Diese Virusvariante war erstmals in den 2000er-Jahren in Uganda beschrieben worden und unterscheidet sich genetisch von anderen Ebola-Stämmen.