In der Nacht zum Samstag schlug eine Drohne in einem Hochhaus in Galati nahe der ukrainischen Grenze ein und verletzte zwei Menschen, woraufhin Rumänien den russischen Botschafter einbestellte und die NATO Russland Rücksichtslosigkeit vorwarf.

Internationale Reaktionen

Der Vorfall ereignete sich während eines großangelegten russischen Angriffs auf zivile Ziele und Infrastruktur in der Ukraine, wie rumänische Behörden mitteilten. Die Drohne befand sich nur wenige Minuten im rumänischen Luftraum und flog in sehr geringer Höhe, so der rumänische Brigadegeneral Maxim. Luftabwehrsysteme in der Nähe von Galati seien nicht einsetzbar gewesen, da der Einsatz des US-amerikanischen Drohnenabwehrsystems wegen der unmittelbaren Nähe zur Stadt als zu gefährlich eingestuft wurde.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, Russland habe erneut eine Grenze überschritten – diesmal in Rumänien. Sie kündigte an, die Sicherheits- und Abschreckungsmaßnahmen insbesondere an der Ostgrenze weiter zu verstärken. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, der Vorfall zeige einmal mehr Moskaus Bereitschaft zur Eskalation. Er betonte die Notwendigkeit einer starken NATO-Präsenz an der Ostflanke und erklärte: „Wir sind bereit, das Bündnisgebiet zu verteidigen.“