Die Toten Hosen starten in Stuttgart ihre Abschiedstour „Trink Aus! Wir Müssen Gehen"
Stuttgart, 13. Juni 2026
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Kurzfassung
Vor rund 65.000 Fans haben Die Toten Hosen am Samstag auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart den deutschen Auftakt ihrer Abschiedstour „Trink Aus! Wir Müssen Gehen" gefeiert. Im Anschluss folgen fast zwei Dutzend weitere Konzerte in Deutschland, Österreich und Luxemburg, das voraussichtlich letzte Stadionkonzert ist für Juli 2027 in Düsseldorf geplant.
Die Punkband Die Toten Hosen hat am Samstag auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart vor rund 65.000 Besucherinnen und Besuchern den deutschen Auftakt ihrer Abschiedstour „Trink Aus! Wir Müssen Gehen" gespielt.
Bandgeschichte und Durchbruch
Die Toten Hosen gehören seit den frühen 1980er Jahren zu den prägenden deutschen Rockbands. Mit dem Song „Hier kommt Alex" gelang ihnen 1988 der kommerzielle Durchbruch, später folgten zahlreiche Nummer-eins-Alben und große Stadiontourneen. Die Band stammt aus dem alternativen Düsseldorfer Stadtteil Flingern und ist ihrer Heimatstadt bis heute treu geblieben. Der Legende nach wurden sie bei ihrem ersten Konzert noch als „Die Toten Hasen" angekündigt.
Nach mehr als vier Jahrzehnten Bandgeschichte haben die Toten Hosen ihre Abschiedstour unter dem Motto „Trink Aus! Wir Müssen Gehen" gestartet. Den Auftakt hatte die Band am Sonntag im luxemburgischen Esch an der Alzette gespielt. Wie der Veranstalter mitteilte, stehen 23 Konzerte in Deutschland, Österreich und Luxemburg in den nächsten Wochen auf dem Programm. Das voraussichtlich letzte Stadionkonzert der Band ist für Juli 2027 in Düsseldorf geplant – Campino wird dann 65 Jahre alt sein.
Konzertbeginn und Setlist
In Stuttgart begann der Konzertabend um 17.00 Uhr mit den Vorbands Leftovers, Bar Stool Preachers und Feine Sahne Fischfilet, die das Publikum aufwärmten. Anschließend rockten Die Toten Hosen bis etwa 22.30 Uhr über die Bühne. Die Zuschauer sangen viele Songs lautstark mit, darunter bekannte Klassiker wie „Tage wie diese", „Bonnie & Clyde" und „Hier kommt Alex". Auch neuere Titel gehörten zum Programm, darunter Stücke aus dem aktuellen 16. Studioalbum der Band.
Auf dem jüngsten Album, das die „Hosen" auch in Stuttgart vorstellen wollten, finden sich Gröl- und Spaß-Lieder wie „Lass mal nicht machen", Pogo-Punk-Lieder wie „Wir waren nie weg" und Lieder mit klarer Haltung wie „Was ist mit uns los". Der Song „Düsseldorf" ist eine Hommage an die Heimatstadt der Band, und mit „Glück" gewährt Frontmann Campino persönliche Einblicke in seine Vaterschaft. Beim Debüt-Album „Opel Gang" aus dem Jahr 1983 waren Campino und die anderen Gründungsmitglieder noch fast alle Schüler.
Tickets, Anreise und ÖPNV
Das Konzert auf dem Cannstatter Wasen war bereits im Vorfeld ausverkauft. Nein, das Konzert am 13. Juni ist ausverkauft, hieß es dazu. Der Cannstatter Wasen ist nicht nur für das Volksfest bekannt, sondern auch für große Open-Air-Konzerte. Auf der Bühne standen hier unter anderem schon international bekannte Bands wie die „Fantastischen Vier", „Iron Maiden" und „AC/DC". Für den Auftritt der Toten Hosen wurden rund 65.000 Besucherinnen und Besucher erwartet.
Wer noch ein Ticket suchte, konnte vereinzelt über die Onlineplattform TicketSwap.de fündig werden. Dort können Fans, die nicht zum Konzert gehen können, ihre Karten offiziell weiterverkaufen. Der Verkauf war allerdings nur bis 48 Stunden vor Beginn des Konzerts möglich. Die Band machte Fans grundsätzlich darauf aufmerksam, Karten nicht auf Plattformen wie Viagogo, Ticketbande, Ticketrocket, eBay Kleinanzeigen oder Tix & Travel zu kaufen. Diese Anbieter seien von den „Toten Hosen" nicht autorisiert worden, Tickets zu verkaufen.
Die Eintrittskarten waren zugleich VVS-Kombikarten und berechtigten zur Fahrt mit den VVS-Bahnen zum Cannstatter Wasen, ab 12 Uhr am Veranstaltungstag und zur Rückfahrt bis 5 Uhr am Folgetag. Besucherinnen und Besucher erreichten das Konzert über den Bahnhof in Bad Cannstatt mit den Zügen der S-Bahn-Linien S1, S2 und S3. Zur Anreise fuhren die S-Bahnen tagsüber auf allen Linien im 15-Minuten-Takt. Eine zusätzliche Anreisemöglichkeit bot die U11, die vom Hauptbahnhof bis zum NeckarPark (Stadion) alle fünf bis zehn Minuten fuhr.
Barrierefreiheit und Sicherheit
Da laut dem Veranstalter kaum Parkplätze zur Verfügung stehen, wurde zur Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln geraten. Sollte sich die Anreise mit dem Pkw nicht vermeiden lassen, empfahlen sich Fahrgemeinschaften. Park & Ride-Plätze seien ausgeschildert. Nach Konzertende setzte die S-Bahn Sonderzüge ein, alle Linien der S-Bahn fuhren nach Ende des Konzertes im 30-Minuten-Takt. Auf der Strecke der S6 gab es allerdings Einschränkungen: Zwischen Renningen und Weil der Stadt liefen noch bis Sonntag, 14. Juni, 4.30 Uhr, Bauarbeiten. Die Züge der Linie S6 fuhren daher nur zwischen Stuttgart-Schwabstraße und Renningen, zwischen Renningen und Weil der Stadt verkehrten Ersatzbusse der Linie S6E.
Für Menschen mit Behinderungen richtete sich der Parkplatz P10. Die Anfahrt erfolgte über die Zufahrt „Campingplatz Stuttgart", eine frühe Anreise wurde empfohlen, weil die Parkplätze begrenzt sind. Von dort aus gelangten Besucherinnen und Besucher ebenerdig auf das Veranstaltungsgelände, der Cannstatter Wasen ist mit Rollstühlen ebenerdig befahrbar. Beim Konzert der Toten Hosen gab es zudem ein „Rollipodest".
Auf dem Wasengelände war einiges zu beachten: Erlaubt waren Tetra-Paks bis 0,5 Liter mit alkoholfreien Getränken, die original verschlossen mit aufs Gelände genommen werden durften. Verboten waren hingegen große Taschen und Rucksäcke, Flaschen, Dosen und Thermoskannen. Selbstverständlich sind auch Tiere, Waffen und Pyrotechnik nicht erlaubt. Auch Profi-Kameras, Tonaufnahmegeräte und Drohnen durften nicht mit ins Konzert genommen werden. Der Einlass startete um 15 Uhr.
Wetter und Verpflegung
Laut dem Veranstalter war ein geschultes „Awareness-Team" vor Ort. Dieses stand bei Fragen oder kritischen Vorfällen wie Belästigungen zur Verfügung. Das Team sei auf dem ganzen Veranstaltungsgelände unterwegs und an lilafarbenen Westen zu erkennen, hieß es vom Veranstalter. Es hatte außerdem eine feste Anlaufstelle in der Fruchtsäule und war telefonisch, per WhatsApp und SMS erreichbar unter 0152 03660908.
Das Wetter spielte mit: Am Samstag kehrte der Frühsommer zurück, es sollte bis 28 Grad heiß werden. An insgesamt sieben Stellen auf dem Wasen gab es deswegen kostenfrei Wasser. Damit war die Verpflegung mit Getränken auch bei sommerlichen Temperaturen gesichert. Mit dem Hinweis „Am Samstag kehrt der Frühsommer zurück, es soll bis 28 Grad heiß werden. An insgesamt sieben Stellen auf dem Wasen wird es deswegen auch kostenfrei Wasser geben" waren die Fans vorbereitet.
Heimatverbundenheit und Abschied
Die Toten Hosen sind nicht nur musikalisch eng mit ihrer Heimat verbunden, sondern auch als Fans des Fußballvereins Fortuna Düsseldorf. Die Band, zu deren Gründungsmitgliedern Campino gehört, schaut den Rosenmontagszug regelmäßig vom Balkon einer Altbier-Brauerei aus an, deren Wirt ein enger Freund der Band ist. Diese Verbundenheit zu Düsseldorf spiegelt sich auch im neuen Album wider, auf dem der Song „Düsseldorf" enthalten ist. Mit dem Motto „Trink Aus! Wir Müssen Gehen" verabschiedet sich die Punkband an diesem Samstag (13. Juni) in Stuttgart von ihren Fans – nach einer Bandgeschichte, die schon vor 40 Jahren auf einer Tournee mit dem Titel „Das Ende setzen wir uns selbst" für beendet erklärt worden war. Damals wurde das Ende angekündigt, jetzt ziehen die Düsseldorfer es durch.
Fragen & Antworten
Wann und wo startet die Abschiedstour der Toten Hosen in Deutschland?
Die Toten Hosen starteten ihre Abschiedstour „Trink Aus! Wir Müssen Gehen" am Samstag, 13. Juni, mit einem ausverkauften Open-Air-Konzert auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart. Den Tour-Auftakt hatte die Band bereits am Sonntag zuvor im luxemburgischen Esch an der Alzette gespielt.
Welche Lieder standen in Stuttgart auf der Setlist?
Die Band spielte Klassiker wie „Tage wie diese", „Bonnie & Clyde" und „Hier kommt Alex", aber auch neuere Titel aus ihrem 16. Studioalbum, darunter „Lass mal nicht machen" und „Wir waren nie weg". Den Abend eröffneten die Vorbands Leftovers, Bar Stool Preachers und Feine Sahne Fischfilet.
Wie kommen Besucherinnen und Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Wasen?
Der Cannstatter Wasen ist über den Bahnhof Bad Cannstatt mit den S-Bahn-Linien S1, S2 und S3 erreichbar, die tagsüber im 15-Minuten-Takt fahren. Zusätzlich verkehrt die U11 vom Hauptbahnhof zum NeckarPark alle fünf bis zehn Minuten, und die Eintrittskarten gelten als VVS-Kombitickets für Hin- und Rückfahrt.