DFB-Pokal Auslosung 2026/27: alle Paarungen der 1. Runde | finanz360
DFB-Pokal 2026/27: Bayern und Dortmund bekommen Auswärtsaufgaben – Osnabrück und Eimsbüttel warten
Dortmund, 06 Juni 2026
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Kurzfassung
Im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund hat Schiedsrichter Deniz Aytekin am Samstagabend die erste Runde des DFB-Pokals 2026/27 ausgelost. Rekordpokalsieger FC Bayern München muss beim Zweitligaaufsteiger VfL Osnabrück antreten, Borussia Dortmund trifft auf den Eimsbütteler BC.
Dortmund, 06 Juni 2026
Schiedsrichter Deniz Aytekin hat am Samstagabend im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die 64 Paarungen der ersten Runde des DFB-Pokals 2026/27 aus zwei Lostöpfen gezogen und dabei unter anderem dem FC Bayern München ein Auswärtsspiel beim Zweitligaaufsteiger VfL Osnabrück sowie Borussia Dortmund ein Duell mit dem Eimsbütteler BC aus Hamburg beschert.
Die mit Spannung erwartete Auslosung der ersten DFB-Pokalrunde der Saison 2026/27 wurde am Samstagabend live in der ARD-Sportschau ab 18 Uhr aus dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund übertragen. Durch die Zeremonie führte Schiedsrichter Deniz Aytekin, der seine Karriere nach der abgelaufenen Saison beendet hatte. Er zog die Lose aus zwei Töpfen mit jeweils 32 Mannschaften und ordnete jedem Profiteam ein Team aus dem „Amateurtopf“ zu. „Gerade die 32 Vereine aus dem Amateurtopf hoffen auf ein für sie glückliches Händchen von Deniz Aytekin“, hatte die Sportschau im Vorfeld formuliert.
Die Auslosung in Dortmund
Das Los des deutschen Rekordmeisters fiel dabei ungewöhnlich klar aus: Der FC Bayern München, der den DFB-Pokal der Vorsaison durch ein 3:0 gegen den VfB Stuttgart gewann, tritt in der ersten Runde auswärts beim Zweitligaaufsteiger VfL Osnabrück an. Die Partie wurde gemeinsam mit der Begegnung von Borussia Dortmund, das den Hamburger Vertreter Eimsbütteler BC zugelost bekam, auf den 1. und 2. September verlegt. Grund dafür ist, dass die Münchner und die Dortmunder am 22. August noch den Franz-Beckenbauer-Supercup in Dortmund ausspielen. Da der FC Bayern auch den DFB-Pokal durch ein 3:0 gegen den VfB Stuttgart gewann, rückt der Tabellenzweite der Bundesliga in den Supercup nach.
Bayern und Dortmund: schwere Auswärtsaufgaben
Inhaltlich wie sportlich sorgten die Lose der beiden Champions-League-Teilnehmer damit für klare Verhältnisse: Während der FCB ausgerechnet zu einem Zweitligaaufsteiger muss, bekommt es der BVB mit einem klassischen Underdog aus dem Hamburger Amateurfußball zu tun. Beide Spitzenklubs gehen als klare Favoriten in die Erstrundenduelle, zumal die Terminverlegung ihnen zusätzliche Vorbereitungszeit verschafft. Die übrigen Bundesligisten wurden im Lostopf gemeinsam mit den 14 bestplatzierten Teams der 2. Bundesliga gesetzt, darunter RB Leipzig, das als vierter deutscher Champions-League-Teilnehmer neben Bayern, Dortmund und Stuttgart in den Profitopf eingruppiert war.
RB Leipzig wurde Eintracht Trier zugelost und trifft damit auf einen klassischen Underdog aus dem rheinland-pfälzischen Amateurfußball. Titelverteidiger und DFB-Pokalsieger FC Bayern, das im Supercup den Tabellenzweiten der Bundesliga zugelost bekam, peilt in dieser Saison das nächste Endspiel am 29. Mai 2027 im Berliner Olympiastadion an. Ein weiterer Bundesliga-Aufsteiger, Schalke 04, reist in der ersten Runde zum Halleschen FC, der als Sieger des Landespokals Sachsen-Anhalt in den Lostopf gekommen war. Bayer Leverkusen trifft auswärts auf den SV Wehen Wiesbaden, der ebenfalls über den Landespokal den Weg in den Wettbewerb gefunden hat.
Underdogs aus Brandenburg und dem Saarland
Eine besondere Konstellation ergibt sich rund um den VfB Krieschow. Der brandenburgische Landespokalsieger, der im Finale den Zweitliga-Aufsteiger besiegt hatte, empfängt Bundesligist Mainz 05. „Wir sind zufrieden, dass es ein Bundesligist ist“, sagte Krieschows Trainer Robert Koch nach der Auslosung. Weil der Oberligist aus dem 500-Seelen-Dorf mit seinen benachbarten Cottbusern wegen einer möglichen Austragung des Spiels im Leag-Energie-Stadion sprechen will, deutet alles auf eine große Fußballparty in der Lausitz hin. Energie Cottbus selbst trifft in der ersten Runde auf den FC Augsburg und könnte damit ebenfalls in heimischer Region ein Bundesliga-Team begrüßen.
Zweitligist Hertha BSC hat unterdessen eine lange Anreise vor sich. Die Berliner müssen beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken antreten, der noch 2024 im Halbfinale des DFB-Pokals stand, nachdem er Bayern München, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach ausgeschaltet hatte. Die vergangene Saison haben die Saarländer auf Platz 14 beendet. „Nicht unbedingt ein Traumlos“, sagte Abteilungsleiter Marco Schröder in der ARD. „Das holen wir uns dann in der zweiten Runde.“ Damit nimmt die Hertha die Favoritenbürde und die weite Reise gelassen an, warnt aber vor dem Pokalschreck aus dem Saarland.
Union, Hertha und die weiten Reisen
Union Berlin bekommt es mit Eintracht Braunschweig zu tun. „Mit Braunschweig als Zweitligist haben wir natürlich ein schweres Los bekommen. Die Eintracht hat den eigenen Klassenerhalt erst spät fest gemacht und wird sich nun sicherlich konzentriert auf die neue Spielzeit vorbereiten, daher wird es für uns kein einfaches Spiel. Positiv ist immerhin, dass es besonders für unsere Fans keine allzu weite Anreise ist“, sagte Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball Männer, mit Blick auf das Duell. Dass die Berliner in der vergangenen Saison nur knapp die Bundesliga gehalten hatten, macht die Aufgabe gegen den Zweitligisten nicht leichter.
In einem Traditionsduell treffen Waldhof Mannheim und der 1. FC Kaiserslautern aufeinander. „Zuletzt standen sich beide Klub im Sommer 2022 gegenüber“, hieß es in der ARD-Übertragung. Der Westfalia Rhynern, Meister der Oberliga Westfalen, trifft auf Dynamo Dresden. Der SC St. Tönis, der trotz der Niederlage im Niederrhein-Pokalfinale dabei ist, spielt gegen Eintracht Frankfurt. SSV Jeddeloh II wurde der 1. FC Heidenheim zugelost. TSV Schott Mainz trifft auf Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf auf den SC Freiburg und Rot-Weiss Essen auf den FC St. Pauli. Die SG Sonnenhof Großaspach bekommt es mit Arminia Bielefeld zu tun, SpVgg Greuther Fürth mit dem VfL Bochum und der SV Hemelingen mit Hannover 96. Preußen Münster spielt gegen den Karlsruher SC, der MSV Duisburg gegen den SV Elversberg.
Neben den rein sportlichen Aspekten spielt auch die finanzielle Seite eine Rolle. Die Teilnahme an der ersten Pokalrunde beschert den Vereinen eine Prämie von rund 200.000 Euro. Gerade für die kleineren Klubs aus dem Amateurtopf, zu denen neben den Landespokalsiegern auch die vier besten Teams der 3. Liga und die Mannschaften auf den Plätzen 15 bis 18 der 2. Bundesliga gehören, ist diese Startprämie ein wichtiger Baustein der Saisonplanung. Unter den 21 Landespokalsiegern finden sich etliche Amateurvereine, die wie der SV Westfalia Rhynern als Meister der Oberliga Westfalen auf das attraktive Los hofften.
Prämien, Termine und Modus
Im Profitopf befanden sich alle Bundesligisten der vergangenen Saison sowie die 14 bestplatzierten Teams der 2. Bundesliga. In den „Amateurtopf“ kommen somit auch Profiteams, wie etwa die Mannschaften auf den Plätzen 15 bis 18 der 2. Bundesliga und die vier besten Teams der 3. Liga. Der genaue Modus sieht vor, dass in der ersten Runde des DFB-Pokals, die hauptsächlich für den 21. August angesetzt ist, jeweils ein Profiteam mit einem „Amateurteam“ zusammengelost wird. Die einzelnen Runden im DFB-Pokal 2026/27 führen bis zum Finale am 29. Mai 2027 im Berliner Olympiastadion.
Die Auslosung im Überblick (Auswahl): FC Bayern München – VfL Osnabrück, Borussia Dortmund – Eimsbütteler BC, RB Leipzig – Eintracht Trier, Schalke 04 – Hallescher FC, Bayer Leverkusen – SV Wehen Wiesbaden, Eintracht Frankfurt – SC St. Tönis 11/20, VfB Stuttgart – wird noch ergänzt, TSG Hoffenheim – wird noch ergänzt, SC Freiburg – Fortuna Düsseldorf, FC Augsburg – Energie Cottbus, VfL Bochum – SpVgg Greuther Fürth, Borussia Mönchengladbach – TSV Schott Mainz, Hertha BSC – 1. FC Saarbrücken, 1. FC Union Berlin – Eintracht Braunschweig, 1. FC Heidenheim – SSV Jeddeloh II, Karlsruher SC – Preußen Münster, Hannover 96 – SV Hemelingen, FC St. Pauli – Rot-Weiss Essen, Arminia Bielefeld – SG Sonnenhof Großaspach, 1. FC Kaiserslautern – Waldhof Mannheim, Dynamo Dresden – Westfalia Rhynern, SV Elversberg – MSV Duisburg, FSV Mainz 05 – VfB Krieschow, FC Augsburg – Energie Cottbus.
Der Fahrplan Richtung Berlin
Die erste Runde wird abgesehen von den Spielen des FC Bayern und Borussia Dortmund am Wochenende vom 21. bis 24. August ausgetragen. Die verschobenen Partien finden am 1. und 2. September statt. Damit beginnt für die Vereine aus dem Profifußball die Pflichtspielsaison frühestens am dritten August-Wochenende, während einige Amateurteams ihr Erstrundenspiel als echtes Saisonhighlight zwischen Vorbereitung und Punktspielstart einordnen dürften.
Fragen & Antworten
Wer hat die Lose im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund gezogen?
Schiedsrichter Deniz Aytekin, der seine Karriere nach der abgelaufenen Saison beendet hatte, zog die Lose der ersten DFB-Pokalrunde am Samstagabend im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Die Zeremonie wurde live in der ARD-Sportschau ab 18 Uhr übertragen.
Warum treten Bayern München und Borussia Dortmund erst am 1. und 2. September an?
Die Spiele des FC Bayern und des BVB wurden verlegt, weil die beiden Mannschaften am 22. August noch den Franz-Beckenbauer-Supercup in Dortmund ausspielen. Da der FC Bayern auch den DFB-Pokal durch ein 3:0 gegen den VfB Stuttgart gewann, rückt der Tabellenzweite der Bundesliga in den Supercup nach.
Welche Prämie erhalten die Vereine für die Teilnahme an der ersten DFB-Pokalrunde?
Die Teilnahme an der ersten Pokalrunde beschert den Vereinen eine Prämie von rund 200.000 Euro. Das gilt gleichermaßen für Profiklubs und kleine Amateurvereine aus den Landespokalwettbewerben.