Deutschland vs. Elfenbeinküste: Aufstellung, TV | finanz360
Deutschland vor zweitem Gruppenspiel: Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste ins Achtelfinale
Toronto, 20. Juni 2026
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Kurzfassung
Die deutsche Nationalmannschaft trifft am Samstagabend in Toronto auf die Elfenbeinküste und kann mit einem Sieg den Einzug ins Achtelfinale der WM 2026 perfekt machen. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt auf die gleiche Startelf wie beim 7:1 gegen Curaçao, Manuel Neuer winkt ein Torhüter-Rekord bei seiner 21. WM-Partie.
Die deutsche Fußballnationalmannschaft bestreitet am Samstagabend (Anstoß 22 Uhr MESZ, 16 Uhr Ortszeit) in Toronto ihr zweites Gruppenspiel bei der WM 2026 gegen die Elfenbeinküste und kann mit einem Sieg vorzeitig ins Achtelfinale einziehen.
Personelle Stabilität und Rekord im Tor
Nach dem souveränen 7:1-Auftaktsieg gegen WM-Neuling Curaçao geht die DFB-Elf mit breiter Brust in die Partie gegen die Elfenbeinküste, die ihr erstes Gruppenspiel gegen Ecuador ebenfalls gewann. Ein Erfolg am Samstag würde nicht nur das Weiterkommen sichern, sondern auch den ersten Platz in Gruppe E bedeuten und damit den erhofften K.o.-Weg über die US-Ostküste mit Spielorten in Boston und Philadelphia eröffnen. „Mit einem Sieg steht Deutschland als Gruppensieger schon in der K.o.-Runde, das erste Ziel wäre erreicht", heißt es in der Vorschau. Sogar Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht die Mannschaft auf einem guten Weg, warnt jedoch: „Ich finde schon, dass wir auf einem guten Weg sind. Trotzdem gibt es Dinge, die wir besser machen müssen gegen noch bessere Gegner."
Nagelsmann vertraut beim zweiten Gruppenspiel exakt der gleichen Startelf wie beim 7:1 gegen Curaçao. Im Tor steht der mittlerweile 40 Jahre alte Manuel Neuer, der sein 21. WM-Spiel bestreiten und damit zum alleinigen Rekordtorhüter in der Geschichte der Weltmeisterschaften aufsteigen würde. „Auch heute wird Neuer - mittlerweile 40 Jahre alt - das DFB-Tor hütern", schreibt die Vorschau. „Das gab es weder bei Neuers WM-Debüt 2010 in Südafrika", dass ein deutscher Torhüter bei einer WM so viele Partien bestreitet. „Ja, das ist natürlich unser Ziel. Ich glaube, wir haben alles in der eigenen Hand", sagte Neuer mit Blick auf das vorzeitige Weiterkommen.
Angriff unter besonderer Beobachtung
Vor der Viererkette mit Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und Nathaniel Brown sollen Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha im Mittelfeld „die Räume eng machen und den Takt vorgeben". Auf den Außenpositionen agieren Leroy Sané und Florian Wirtz, in der Spitze bildet Kai Havertz das Zentrum der offensiven Dreierreihe mit Musiala und Wirtz. „Mit Jamal Musiala im Zentrum der offensiven Dreierreihe" und „Florian Wirtz spielt auf dem linken Flügel" soll das deutsche Angriffsspiel gegen die physisch starken Ivorer variabel gestaltet werden. Havertz ist mit zwei Turniertreffern der beste Torschütze der DFB-Elf, Deniz Undav, der gegen Curaçao nach seiner Einwechslung ein Tor und zwei Vorlagen beigesteuert hatte, bleibt vorerst Joker: „Top-Scorer Undav bleibt Joker".
Besonders im Fokus steht bei den Deutschen die Defensive gegen die pfeilschnellen Außenstürmer der Elfenbeinküste. „Das sind D-Züge", warnte Antonio Rüdiger mit Blick auf Yan Diomande und Bazoumana Touré. Joshua Kimmich ergänzte: „Sein Dribbling ist schon außergewöhnlich, er hat ein krasses Tempo." Diomande, 19 Jahre alt und von RB Leipzig, ist laut Vorschau bereits „der Star der Mannschaft". Liverpool soll für den Angreifer kürzlich ein Angebot über 100 Millionen Euro abgegeben haben, das Leipzig ablehnte. Auch Amad Diallo, der Siegtorschütze gegen Ecuador, und der Spanien-Legionär Nicolas Pépé zählen zu den Offensivkräften, die die deutsche Defensive in Atem halten sollen.
Die „Elefanten" und das Wahi-Problem
Die Elfenbeinküste, intern „Die Elefanten" genannt, geht mit fünf Wechseln gegenüber dem Ecuador-Spiel in die Partie. Trainer Emerse Faé bringt unter anderem Diallo und Odilon Kossounou neu in die Startelf, für Kossounou muss Rechtsverteidiger Guela Doué auf die Bank. Die voraussichtliche Aufstellung: Y. Fofana - Singo, Kossounou, Agbadou, Konan - Inao, Sangaré, Kessié - Amad, Bonny, Y. Diomande. „Die Elefanten" gelten nicht nur wegen ihres Spitznamens als physisch starke Mannschaft. Bei den bisherigen drei WM-Teilnahmen 2006, 2010 und 2014 hatten die Westafrikaner jeweils nur ein Spiel gewonnen und nach der Vorrunde die Segel streichen müssen.
Vor der Partie war die Person Elye Wahi ein Thema: Der 23-jährige Stürmer durfte zunächst nicht nach Kanada einreisen, „weil gegen den 23-Jährigen laut 'The Athletic' ein Ermittlungsverfahren 'wegen des Verdachts auf organisierten Betrug, organisierte Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche' läuft". „Nachdem Wahi zunächst die Einreise nach Kanada verwehrt worden war, durfte er schließlich doch die Grenze überqueren." Ob er spielen wird, war bis zuletzt offen.
Drei Schlüssel zum Erfolg
Taktisch bereitet sich Deutschland gezielt auf drei Knackpunkte vor: Defensives Verhalten nach Ballverlusten, Vorsicht bei Standardsituationen und das Ausnutzen der Räume, die die Elfenbeinküste in deren Offensive offenlässt. „Auf diese drei Dinge kommt es gegen die Elfenbeinküste an", lautet die Kernbotschaft der Vorschau. Rüdiger betonte: „Ich gehe davon aus, dass wir sehr viel im Ballbesitz sein werden. Und genau da ist es wichtig, sich gut zu positionieren" und „Wir werden Fehler machen, das ist ganz normal. Aber wenn wir gut positioniert sind, dann können wir auch weiter oben Ballgewinne haben und direkt angreifen." Auch Neuer warnte: „Wichtig wird sein, in den Umschaltmomenten gerade auf den zweiten Ball diese Duelle zu gewinnen."
Nagelsmann verteidigte zugleich seine Personalentscheidungen, insbesondere die erneute Nominierung von Leroy Sané. „Ich wüsste jetzt nicht, warum ich ihn nicht spielen lassen soll. Ich bin keiner, der sich treiben lässt von irgendwelchen Meinungen von außen. Sondern wir haben eine Meinung im Trainerteam, eine Meinung in der Mannschaft und auch Dinge gesehen auf dem Feld, die sehr gut waren", sagte der Bundestrainer. Die anhaltende Kritik am 30-jährigen Flügelstürmer, der bei Galatasaray Istanbul unter Vertrag steht, sei ein „psychologisches Phänomen": „Wenn man irgendwann mal einen Menschen in einer gewissen Schublade hat und ihn gewissermaßen charakterisiert, dann wird alles, was man nur ansatzweise in diese Richtung sieht, um ein Vielfaches schlimmer bewertet." Auch ZDF-Experte René Adler stützte diese Einschätzung und verwies auf Sanés Defensivarbeit gegen Curaçao: „Und bei der Defensivarbeit konnte gegen Curacao auch Sané glänzen."
Stimmung, Wetter und Rahmenbedingungen
Die Bedingungen in Toronto sind für ein WM-Spiel außergewöhnlich mild: Bei rund 22 Grad und Sonnenschein unmittelbar vor dem Anpfiff herrschte „nahezu perfektes" Fußballwetter, wie die Vorschau vermerkte. In Deutschland selbst meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach dagegen neue Gewitter mit Sturmböen, die den Fernsehabend begleiten könnten. „Die heutige Partie findet im kanadischen Toronto statt. Anpfiff ist vor Ort um 16 Uhr, in Deutschland beginnt die Partie aufgrund der Zeitverschiebung um 22 Uhr." Übertragen wird die Partie live im ZDF sowie auf MagentaTV und ORF 1.
Begleitet wurde die deutsche Mannschaft von zahlreichen Anhängern: „Mehrere Tausend Deutschland-Fans hatten sich dem Fanmarsch von der Innenstadt aus angeschlossen" und sorgten für WM-Stimmung in Toronto. Am Rand des Geschehens sorgte zudem Jamal Musiala für eine kurios anmutende Szene: „Weil die Kopfhörer des Bayern-Stars nicht von einem WM-Sponsor hergestellt werden, musste er das gut sichtbare Logo mit Tape abdecken." Musiala trug die Kopfhörer vor dem Stadion.
Ausblick auf das Turnier
Parallel zur deutschen Gruppe sorgte das Schiedsrichtergespann um Juan Gabriel Benitez aus Paraguay für Gesprächsstoff. Der 43-Jährige, der „bei der Klub-WM im vergangenen Jahr pfiff er das Gruppenspiel zwischen Borussia Dortmund und den Mamelodi Sundowns aus Südafrika (4:3)" und bereits „unter anderem 2024 bei der Copa America im Einsatz" war, wird von seinen Landsleuten Eduardo Cardozo und Milciades Saldivar an den Seitenlinien unterstützt. „Als Vierter Offizieller ist Khalid Alturais (Saudi-Arabien) im Einsatz."
Beim Blick auf den weiteren Turnierverlauf geht es für die DFB-Elf nicht nur um den direkten Einzug ins Achtelfinale. Ein Sieg würde zudem den ersehnten Gruppensieg und damit den US-Ostküsten-Pfad mit Spielen in Boston und Philadelphia sichern. „weil dann der erhoffte Gruppensieg mit der K.o.-Route an der US-Ostküste mit Boston und Philadelphia schon unmöglich wäre", so die Konsequenz einer Niederlage. Das letzte Gruppenspiel, „vermutlich in grosser Hitze in New Jersey gegen Ecuador am 25. Juni", wäre dann nur noch für die Statistiker interessant.
Das einzige bisherige direkte Duell zwischen beiden Mannschaften endete im November 2009 mit einem 2:2-Remis. „Ein gewisser Manuel Neuer bestritt damals in seiner Heimat Schalke sein 2. Länderspiel, er wurde zur Pause für Tim Wiese eingewechselt und kassierte beide Gegentore." Mit dem jetzigen Spiel in Toronto könnte Neuer also seinen persönlichen WM-Rekord ausbauen, die deutsche Mannschaft zudem erstmals seit Jahren wieder vorzeitig das Achtelfinale erreichen. Nach den enttäuschenden Weltmeisterschaften 2018 und 2022 wäre das ein wichtiges Signal: „nach den beiden vergeigten Weltmeisterschaften 2018 und 2022" scheint die Mannschaft diesmal auf Kurs.
Insgesamt präsentiert sich die Elfenbeinküste in guter Form: „Am 4. Juni feierten die Afrikaner einen 2:1-Auswärtssieg beim WM-Favoriten Frankreich" und „Im März wurde Südkorea mit 4:0 geschlagen, Schottland mit 1:0." In der WM-Qualifikation waren die Ivorer sogar ungeschlagen und „man überstand alle zehn Spiele ohne Gegentor". Die deutsche Mannschaft weiß also, dass sie am Samstag vor einer harten Aufgabe steht - und hat nach den Erfahrungen gegen Curaçao (eine fünfzehnminütige Phase, in der die DFB-Elf überrumpelt wurde) ihre Lehren gezogen.
Fragen & Antworten
Wer steht bei Deutschland am Samstag in der Startelf?
Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt auf die identische Anfangsformation wie beim 7:1 gegen Curaçao: Neuer - Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Brown - Pavlovic, Nmecha - Sané, Musiala, Wirtz - Havertz.
Welchen Rekord kann Manuel Neuer in Toronto aufstellen?
Mit seiner 21. WM-Partie würde der 40 Jahre alte Torhüter zum alleinigen Rekordtorhüter in der Geschichte der Weltmeisterschaften aufsteigen.
Wer sind die größten Offensivgefahren der Elfenbeinküste?
Trainer Emerse Faé setzt auf die pfeilschnellen Außenstürmer Yan Diomande (19, RB Leipzig), Amad Diallo und Bazoumana Touré (TSG Hoffenheim), die von Antonio Rüdiger als „D-Züge" beschrieben werden.