Die Auslandsbestellungen der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sind im Juli im Jahresvergleich um 4 Prozent gewachsen, während die schwache Nachfrage in China dem Verband VDMA weiter Sorge bereitet.

Zahlen im Detail

Wie der Branchenverband VDMA mitteilte, legten die Bestellungen aus dem Ausland im Juli nominal um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Der Anstieg wurde vor allem von Drittstaaten außerhalb des Euroraums getragen, die ein Plus von 5 Prozent verbuchten. Aus den Euro-Partnerländern kam ein Zuwachs von 1 Prozent.

Der Verband wertet die Entwicklung als weiterhin gemischtes Signal. Zwar stütze das Ausland das Orderbuch, doch bleibe die Nachfrage aus China, einem der wichtigsten Absatzmärkte der Branche, ein erhebliches Problem. Der Verband sprach in diesem Zusammenhang von "die schwache Nachfrage in China" und bezeichnete sie als Belastung.

Schwacher Heimatmarkt

Die deutschen Maschinenbauer leiden seit geraumer Zeit unter einer hartnäckigen Schwäche des Heimatmarktes. Steigende Energiekosten, eine schwächelnde Investitionskonjunktur in wichtigen Abnehmerbranchen und eine zögerliche Auftragsvergabe vieler Mittelständler dämpfen die Inlandsnachfrage. Die Folgen sind sinkende Kapazitätsauslastung und ein zunehmender Druck auf Beschäftigung und Margen.