Der Wiener Demografieforscher Reinhold Sobotka hat vor einem ausgeprägten Geburtenrückgang in Europa gewarnt und Kriege, die Klimakrise, hohe Wohnkosten und veränderte Lebensentwürfe als zentrale Ursachen benannt.

Der Demografieforscher Reinhold Sobotka von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beschreibt den Geburtenrückgang in Europa als Folge eines Zusammenspiels mehrerer Krisen. Neben den direkten Folgen der Covid-19-Pandemie nennt er kriegerische Auseinandersetzungen, geopolitische Konflikte und die fortschreitende Klimakrise als belastende Rahmenbedingungen für Familien.

Viele Faktoren verstärken den Trend

Daneben verweist Sobotka auf strukturelle Faktoren wie steigende Wohnkosten, unsichere Arbeitsmärkte und den besseren Zugang zu Verhütungsmitteln. Hinzu kämen neue Sichtweisen auf Elternschaft sowie die Abnahme persönlicher Begegnungen zugunsten von Social-Media-Aktivitäten. Sobotka wörtlich: „Die Covid-19-Krise, kriegerische Auseinandersetzungen, geopolitische Konflikte, die fortschreitende Klimakrise sowie besserer Zugang zu Verhütungsmitteln, steigende Wohnkosten oder unsichere Arbeitsmärkte bis hin zu neuen Sichtweisen auf Elternschaft oder die Abnahme von echter Interaktion zwischen Menschen zugunsten von Social-Media-Aktivitäten und ähnlichem haben den Prozess seither weiter begünstigt.“