Beim Brand des Dachstuhls eines Krankenhauses in Ludwigslust nahe Schwerin sind am frühen Morgen des 2. Juli 2026 zwei Menschen ums Leben gekommen und mindestens 34 weitere verletzt worden, wie das Landratsamt Ludwigslust-Parchim und die Polizei mitteilten.

Was ist neu seit dem 3. Juli

Eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir haben zwei Tote". Zudem seien nach ersten Erkenntnissen mindestens 34 Menschen verletzt worden. Die Einsatzleitstelle der Polizei hatte am frühen Morgen zunächst von mehr als 30 Verletzten gesprochen; diese Zahl wurde im Laufe des Einsatzes nach oben korrigiert.

Nach Angaben der Polizei brach das Feuer am Dachstuhl gegen 4.28 Uhr aus, andere Meldungen nennen 4.30 Uhr. Der Dachstuhl des Krankenhauses brannte den Angaben zufolge über mehrere Stunden. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Vormittag, das Gelände wurde weiträumig abgesperrt.

Einsatz in den frühen Morgenstunden

Das betroffene Krankenhaus verfügt laut der Internetseite des Hauses über 160 Betten. Es handelt sich um das LUP-Klinikum in Ludwigslust, das zum Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern gehört. Die Stadt Ludwigslust liegt rund 35 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Schwerin.

Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigte wurden in der Nacht aus dem Gebäude gebracht. Die genauen Umstände, wie es zu dem Brand kommen konnte, sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Polizei. Brandstiftung könne zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt noch ausgeschlossen werden, hieß es aus Ermittlerkreisen.

Reaktionen und Ermittlungen

Rettungsdienste aus der Region, darunter mehrere Freiwillige Feuerwehren und der Rettungsdienst des Landkreises, waren im Einsatz. Auch Kräfte aus Schwerin und umliegenden Landkreisen wurden nach Angaben des Lagezentrums zur Unterstützung alarmiert.

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Über die Schwere der Verletzungen und den aktuellen Gesundheitszustand der Betroffenen lagen am Vormittag keine abschließenden Informationen vor. Die Behörden kündigten an, im Laufe des Tages eine erste offizielle Bilanz zu veröffentlichen.

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung zeigte sich bestürzt über das Unglück. Ministerpräsidentin und Innenministerium sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus und stellten Unterstützung für die Einsatzkräfte und das Klinikum in Aussicht. Der Landkreis richtete eine Hotline für besorgte Angehörige ein.

Wie es zu dem Dachstuhlbrand kommen konnte, ist weiterhin unklar. Sachverständige der Kriminalpolizei nahmen den Brandort in Augenschein, die Ergebnisse der Untersuchungen werden laut Polizei mehrere Tage in Anspruch nehmen.