Die chinesische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2026 trotz globaler Konflikte und schwacher Exportdaten stärker gewachsen als von Analysten erwartet.

Nach vorläufigen Angaben der Statistikbehörde in Peking legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten drei Monaten des Jahres um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Damit übertraf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt die Prognosen von Analysten, die ein Wachstum von bis zu 4,8 Prozent erwartet hatten.

Erholung nach schwachem Jahresende

Das Wachstum im ersten Quartal markiert eine leichte Erholung gegenüber dem vierten Quartal 2025, in dem das BIP nur um 4,5 Prozent gestiegen war. Die Kommunistische Partei Chinas hatte sich im März ein Wachstumsziel zwischen 4,5 und 5 Prozent gesetzt – das niedrigste Ziel seit Jahrzehnten.

Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass die Wirtschaft trotz der anhaltenden globalen Spannungen und Handelskonflikte eine gewisse Resilienz zeigt. Allerdings bleibt die Lage fragil, wie die jüngsten Exportdaten zeigen.

Exportwachstum verlangsamt sich deutlich

Im März verzeichnete Chinas Zollbehörde ein deutlich verlangsamtes Exportwachstum von nur noch 2,5 Prozent. Dies unterstreicht die Herausforderungen, vor denen die exportabhängige Volkswirtschaft steht. Die schwachen Exportzahlen könnten ein Hinweis auf nachlassende globale Nachfrage oder Handelsbeschränkungen sein.

Die Regierung in Peking hatte zuletzt versucht, die Binnennachfrage zu stärken, um die Abhängigkeit von Exporten zu verringern. Dennoch bleibt der Außenhandel ein zentraler Faktor für die chinesische Wirtschaft.