Im Budapester Puskás-Stadion kommt es am Samstag um 18:00 Uhr zum Champions-League-Finale zwischen Titelverteidiger Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal.

Was ist neu seit dem 29. Mai?

Update vom 29. Mai 2026: Seit der letzten Berichterstattung haben sich die Vorzeichen verdichtet – PSG geht als Favorit in die Partie, während Arsenal mit der stärksten Defensive des Wettbewerbs und neuem Meistertitel im Rücken anreist.

PSG könnte nach Real Madrid erst die zweite Mannschaft werden, die den Titel seit der Einführung des neuen Formats 1992 verteidigt. Im Vorjahr hatten die Pariser Arsenal im Halbfinale ausgeschaltet und Inter Mailand im Endspiel mit 5:0 deklassiert.

Das Ensemble um Ballon-d'Or-Gewinner Ousmane Dembélé, der zuletzt angeschlagen war, gilt auch in diesem Finale als Favorit. Arsenals Abwehrspieler William Saliba warnte: „Sie waren letztes Jahr furchteinflößend, und sie sind es dieses Jahr immer noch.“

Lucas Hernández, früherer Bayern-Profi, schwor sein Team auf einen emotionalen Fußballabend ein: „Wir wissen alle, was auf uns zukommt: Es ist das wichtigste Spiel der Saison. Wir können unsere Namen noch tiefer in die Geschichte des Vereins, von Paris Saint-Germain und sogar des französischen Fußballs einprägen.“

Arsenals Wandel unter Arteta

Arsenal erlebte zuletzt gleich doppelt emotionale Höhepunkte. Die Nordlondoner feierten den ersten Meistertitel nach 22 Jahren – quasi auf dem Sofa, weil die Entscheidung ohne eigenes Zutun fiel. Wenige Tage später folgte eine große Feier rund um das Emirates Stadium.

Trainer Mikel Arteta forderte nun den nächsten Schritt: „Wir haben unsere Standards angehoben, aber jetzt müssen wir die nächste Stufe erreichen. Wir müssen dorthin fahren und die Champions League gewinnen, das ist uns vollkommen klar.“

Der 44 Jahre alte Spanier, der selbst viele Jahre für die Gunners spielte, hatte den Klub 2019 am Tiefpunkt übernommen. „Arsenal war ein Friedhof“, erinnerte sich der frühere Arsenal-Profi Shkodran Mustafi bei Sky. Arteta setzte mit dem Motto „Trust the process“ auf kontinuierliche Entwicklung und stellte Effizienz über ästhetischen Schönheitsfußball.

Clublegende Thierry Henry würdigte in der „Sport Bild“ die Geduld mit dem Coach: „Viele Teams geben ihren Trainern keine Zeit. Mikel Arteta hatte die Zeit.“

Defensiv- und Standardstärke gehören zu Arsenals Waffen – ebenso wie DFB-Profi Kai Havertz, der den Titel bereits 2021 mit dem FC Chelsea holte. In 14 Champions-League-Spielen kassierten die Engländer lediglich sechs Gegentore.

PSGs Torfabrik vor historischem Rekord

Saliba schickte eine Kampfansage nach Frankreich: „Wir haben in dieser Saison die beste Defensive. Und wenn du der Beste bist, willst du gegen die Besten spielen.“

Auf der Gegenseite beeindruckt PSG mit schierer Offensivkraft: 44 Tore erzielten die Franzosen in der laufenden Champions-League-Saison. Nur ein Treffer fehlt zum Einstellen des Wettbewerbsrekords, den der FC Barcelona seit 1999/2000 mit 45 Toren hält.

Liverpool erzielte 2018 zwar 47 Tore, doch sechs davon fielen in der Qualifikation und zählen daher nicht in der offiziellen UEFA-Statistik. PSG könnte also mit zwei Treffern alleiniger Rekordhalter werden.

Der Weg ins Finale

In der K.o.-Runde setzten sich die Franzosen gegen Bayer Leverkusen (3:1), Sporting CP (1:0) und Atlético Madrid (2:1) durch. Zuvor mussten sie in den Playoffs gegen Monaco (5:4) ran, ehe sie endgültig ihren Rhythmus fanden. Es folgten souveräne Siege gegen Chelsea und Liverpool sowie ein dramatisches Halbfinale gegen den FC Bayern München, das sie nach Hin- und Rückspiel mit 6:5 für sich entschieden.

Die Partie wird live im ZDF und auf DAZN übertragen. Anpfiff ist um 18:00 Uhr in der Puskás-Arena in Budapest.