Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat am Donnerstag in Flensburg Innenminister mehrerer Ostsee-Anrainerstaaten zu Konsultationen über die Sicherheitslage in der Ostsee empfangen.
Das Treffen fand am Sitz der deutsch-dänischen Polizeibehörde in Flensburg statt. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, ging es um den Schutz kritischer Infrastruktur auf dem Meeresboden, die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität und die Abstimmung gemeinsamer Maßnahmen gegen hybride Bedrohungen. Eingeladen waren Vertreter der Ostsee-Anrainerstaaten, darunter nach Informationen des NDR auch eine Delegation aus Finnland.
Im Zentrum der Gespräche stand die Sicherheitslage in der Ostsee. Dobrindt sprach mit seinen Amtskollegen über Vorfälle, bei denen in den vergangenen Jahren mehrfach Kabel und Pipelines auf dem Meeresboden beschädigt worden waren. "Die Ostsee gilt seit Jahren als Schauplatz sicherheitspolitischer Zwischenfälle. Mehrfach wurden Kabel und Pipelines auf dem Meeresboden beschädigt, mehrfach gerieten Schiffe in Verdacht - darunter Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte", heißt es aus dem Ministerium.