Die Bundesregierung überprüft den seit Langem geplanten Ausbau der Ölpipeline von Rostock nach Schwedt, der zentralen Versorgungsader der PCK-Raffinerie, und hat das dazugehörige EU-Beihilfeverfahren vorerst ausgesetzt.

Die Entscheidung geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Frage des Brandenburger Linke-Bundestagsabgeordneten Christian Görke hervor. Das Bundeswirtschaftsministerium habe mitgeteilt, dass der Ausbau der Leitung und die damit verbundene Mittelverwendung nun erneut geprüft würden. Eine Begründung oder mögliche neue Verwendung der vorgesehenen Mittel lag bis zum Nachmittag nicht vor.

Die PCK-Raffinerie in Schwedt versorgt große Teile Nordostdeutschlands sowie Berlin mit Kraft-, Heizöl und Kerosin. 54 Prozent des Unternehmens gehören deutschen Tochterfirmen des russischen Staatskonzerns Rosneft. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stehen diese Töchter unter Treuhandverwaltung und damit unter Bundesaufsicht. Die frühere Ampel-Regierung hatte sich entschieden, kein russisches Pipeline-Öl mehr einzusetzen.