Bosch plant am Nürnberger Standort an der Zweibrückener Straße einen umfangreichen Stellenabbau, von dem nach Angaben des Betriebsrats tatsächlich mehr als 900 Beschäftigte betroffen sind.
Hintergrund: Druck in der Automobilbranche
Der Automobilzulieferer Bosch kündigt am Standort Nürnberg einen massiven Stellenabbau an. Wie der Betriebsratsvorsitzende des Standorts, Arne Brandsch, erklärte, sind von der Maßnahme deutlich mehr Menschen betroffen als die offiziell genannte Zahl von 900 Stellen. Denn bei dieser Zahl handle es sich um sogenannte "Vollzeitäquivalente", sprich Vollzeitjobs. Teilzeitkräfte und andere Beschäftigungsverhältnisse seien darin nicht vollständig erfasst, sodass die tatsächliche Zahl der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber liege.
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund einer schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Automobilbranche. Bosch reagiert damit nach eigenen Angaben auf veränderte Marktbedingungen und einen anhaltenden Preis- und Kostendruck, der das Unternehmen auch in Bayern zu spüren bekommt. Welche konkreten Geschäftsbereiche am Standort Zweibrückener Straße besonders betroffen sind, blieb zunächst unklar.
