Schweizer Forschende haben mithilfe vergrabener Unterwäsche die Bodenqualität untersucht und dabei festgestellt, dass die Art der Landnutzung die Zersetzung organischer Stoffe besser erklärt als viele gemessene Bodeneigenschaften.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Zürich und des landwirtschaftlichen Forschungsinstituts Agroscope haben in einer umfangreichen Feldstudie die Zersetzung von Baumwollunterwäsche in unterschiedlich genutzten Böden untersucht. Vergraben und nach rund zwei Monaten wieder ausgegraben, gab der Zustand der Stoffe Aufschluss darüber, wie aktiv die Mikroorganismen im Boden arbeiten.
Das zentrale Ergebnis: Nicht einzelne Bodeneigenschaften wie der pH-Wert oder der Humusgehalt erklärten die Unterschiede in der Zersetzung, sondern vor allem die Frage, ob der Standort als Garten, Wiese, Acker oder Rasen genutzt wurde. „Ob ein Standort als Garten, Wiese, Acker oder Rasen bewirtschaftet wurde, erklärte die Unterschiede bei der Zersetzung besser als die meisten gemessenen physikalischen oder biologischen Bodeneigenschaftungen“, heißt es in der Studie.
