Bewaffnete Täter haben am Donnerstag 25 Menschen in einer Filiale der Crédit Agricole im neapolitanischen Stadtteil Arenella als Geiseln genommen, bevor sie durch ein Loch im Boden flüchteten.
Geiselnahme und Befreiung
Laut Berichten der italienischen Nachrichtenseite Fanpage konnten die Geiseln dank des schnellen Einsatzes der Sicherheitskräfte gegen 13:30 Uhr befreit werden. "Thanks to the swift response … all the hostages were freed shortly after 1:30pm, without serious injuries", hieß es in einer Stellungnahme. Die genaue Zahl der Täter ist noch unklar, ebenso wie die Höhe der erbeuteten Geldsumme.
Der Vorfall ereignete sich in der Filiale am piazza Medaglie d'Oro, einem belebten Platz im Stadtteil Arenella. Die Räuber sollen die Geiseln über mehrere Stunden festgehalten haben, bevor sie durch eine selbst geschaffene Öffnung im Boden entkamen. Die Polizei durchsuchte das Gebiet intensiv, doch die Täter konnten zunächst entkommen.
Reaktionen und Ermittlungen
Die örtlichen Behörden bestätigten, dass keine der Geiseln schwer verletzt wurde. Die genauen Umstände der Flucht werden derzeit untersucht. Michele di Bari, ein Sprecher der Polizei in Neapel, betonte die Zusammenarbeit mit den nationalen Ermittlungsbehörden, um die Täter zu identifizieren und festzunehmen.
Die Crédit Agricole, eine französische Bank mit mehreren Filialen in Italien, gab zunächst keine detaillierte Stellungnahme ab. Die Filiale bleibt vorläufig geschlossen, während die Ermittler die Spuren sichern. Fanpage.it berichtete, dass ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit in Mailand und der Toskana untersucht wurden, allerdings ohne direkten Zusammenhang zu diesem Fall.
