Nach dem Bekanntwerden schwerer Vorwürfe der Tierquälerei haben die Behörden in Niederösterreich einen Schweinezuchtbetrieb geschlossen, auf dem laut Ermittlern hunderte Tiere teils qualvoll verendet sind.

Der Betrieb im Bezirk Amstetten steht im Zentrum eines Ermittlungsverfahrens, das wegen des Verdachts massiver Verstöße gegen das Tierschutzgesetz geführt wird. Wie die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Landesbehörden berichtete, wurden bei einer Kontrolle Hunderte Schweine tot oder in einem so schlechten gesundheitlichen Zustand aufgefunden, dass sie nur noch eingeschläfert werden konnten. Die zuständige Amtstierärztin sprach von einem der schwerwiegendsten Fälle, die in der Region je dokumentiert wurden.

Hintergrund: Was ist bisher bekannt?

Laut dem Büro der für Tierschutz zuständigen Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ) sei der Betrieb zuvor regelmäßig kontrolliert worden: „Die zuständigen Stellen haben nach Bekanntwerden des Falls sofort gehandelt und die notwendigen Konsequenzen gezogen“, hieß es dem ORF zufolge. Bis in den Dezember hinein habe es keine Beanstandungen gegeben. Erst nach Bekanntwerden der Missstände seien Sofortmaßnahmen eingeleitet und der Hof geschlossen worden.