Iranische Kanonenboote haben nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) einen Supertanker in der Straße von Hormus beschossen, wie der Kapitän des Schiffes meldete.
Angriff ohne Vorwarnung
Laut der UKMTO erfolgte der Angriff etwa 37 Kilometer nordöstlich des Oman durch zwei Boote der Iranischen Revolutionsgarden. Der Kapitän des Tankers berichtete, die Boote hätten "ohne Vorwarnung auf den Tanker geschossen". Betroffen ist ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert. Die genauen Schäden und mögliche Verletzte sind noch nicht bekannt.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, durch die ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels abgewickelt wird. Der Vorfall ereignete sich in einem Gebiet, das bereits in der Vergangenheit Schauplatz von Spannungen zwischen dem Iran und westlichen Mächten war.
Iran begründet Blockade mit US-Politik
In einer Durchsage erklärte der Iran die Straße von Hormus erneut für "vollständig geschlossen". "Achtung an alle Schiffe: Wegen des Versäumnisses der US-Regierung, ihre Verpflichtungen in den Verhandlungen zu erfüllen, erklärt der Iran die Straße von Hormus wieder für vollständig geschlossen", hieß es in der Mitteilung. Die iranische Armeeführung begründete die Blockade laut Staatsmedien mit der anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen.
