Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat die Erwartungen an rasche Dürrehilfen für die Landwirtschaft gebremst und im ZDF-Morgenmagazin belastbare Zahlen als Voraussetzung für passgenaue Unterstützung genannt.

Daten vor Hilfen

Angesichts der anhaltenden Trockenheit in Teilen Deutschlands wächst bei vielen Betrieben die Sorge vor Ernteausfällen. Im ZDF-Morgenmagazin äußerte sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer am Dienstag zu den laufenden Debatten über staatliche Hilfen. Er stellte klar: „Wir brauchen belastbare Daten - ohne belastbare Daten können wir schlecht Hilfe leisten.“ Erst wenn verlässliche Erhebungen vorlägen, könnten „passgenaue Hilfen“ auf den Weg gebracht werden, sagte der CSU-Politiker.

Damit dämpfte Rainer Hoffnungen auf kurzfristige Sonderprogramme, wie sie nach früheren Dürresommern etwa 2018 oder 2019 aufgelegt worden waren. In mehreren Bundesländern, insbesondere im Osten und Nordosten Deutschlands, hatten Landwirtinnen und Landwirte in den vergangenen Wochen über vertrocknete Bestände und geringe Erträge bei Getreide, Mais und Kartoffeln berichtet. Bauernverbände dringen auf eine zügige Reaktion, doch das Ministerium verweist bislang auf den laufenden Abgleich.