Wien, 02 September 2026
Die Politikerin Claudia Bauer hat Äußerungen von Ümit Vural zum geplanten Kopftuchverbot als falsch zurückgewiesen und betont, dass Gespräche in der Schule für betroffene Mädchen oft die einzige Möglichkeit seien, sich jemandem anzuvertrauen.
Bauer formulierte ihre Kritik in einer Stellungnahme und stellte den Nutzen von Schulgesprächen für betroffene Mädchen heraus. Wörtlich sagte sie: „Das ist falsch und muss richtiggestellt werden. Gerade für Mädchen, die gezwungen werden, das Kopftuch zu tragen, sind die Gespräche in der Schule die einzige Chance, das auch jemandem anzuvertrauen. Wer ihnen diese Chance nimmt, macht sich zum Mittäter." Damit reagierte sie direkt auf vorherige Aussagen Vurals zum Thema Kopftuchverbot.
Der Konflikt zwischen beiden fällt in eine breitere politische Debatte in Österreich über ein mögliches Verbot des Kopftuchs an Schulen. Befürworter eines Verbots verweisen auf den Druck, den Familien auf Mädchen ausüben könnten, während Kritiker warnen, dass ein Verbot betroffene Mädchen weiter isolieren könnte.
