Die fünfte Runde der Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag für rund 68.000 Beschäftigte im Finanzsektor ist ergebnislos zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft GPA wirft den Arbeitgebern eine "Blockadehaltung" vor und schließt Warnstreiks nicht aus, sollte die nächste Verhandlungsrunde am 5. Mai ebenfalls scheitern.

Angebot der Arbeitgeber bleibt unverändert

Die Arbeitgeber halten an ihrem Angebot fest: eine Lohnerhöhung von 2,3 Prozent sowie einen Fixbetrag von 20 Euro, ergänzt durch eine Einmalzahlung von 250 Euro. Nach Angaben des Bankenverbands entspricht dieses Angebot einer durchschnittlichen Erhöhung von 2,8 Prozent. Die GPA lehnt diese Bedingungen jedoch ab und fordert eine mindestens inflationsausgleichende Anpassung. Als Referenzwert nennt die Gewerkschaft eine Inflationsrate von 3,6 Prozent.

Die Diskrepanz zwischen den Forderungen der Gewerkschaft und dem Angebot der Arbeitgeber bleibt damit erheblich. Die GPA kritisiert, dass die Arbeitgeber keine Bewegung zeigen und sich weigern, auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten angemessen zu reagieren. "Die Blockadehaltung der Arbeitgeber ist nicht nachvollziehbar", heißt es seitens der Gewerkschaft.

Drohung mit Warnstreiks

Sollte die nächste Verhandlungsrunde am 5. Mai ebenfalls ohne Ergebnis bleiben, droht die GPA mit Warnstreiks. Die Gewerkschaft betont, dass sie bereit sei, weitere Schritte zu unternehmen, um ihre Forderungen durchzusetzen. "Wir werden notfalls auch arbeitskampfpolitische Maßnahmen ergreifen", so ein Sprecher der GPA.