Die Bamberg Baskets haben das vierte Spiel der BBL-Finalserie gegen Alba Berlin mit 81:67 gewonnen und damit in der Best-of-Five-Serie zum 2:2 ausgeglichen. Das entscheidende fünfte Spiel findet am Dienstag in Berlin statt.
Bamberg, 07 Juni 2026
Die Bamberg Baskets haben das vierte Spiel der Basketball-Bundesliga-Finalserie gegen Alba Berlin am Samstagabend mit 81:67 (36:36) gewonnen und damit in der Best-of-Five-Serie zum 2:2 ausgeglichen.
Die Partie begann aus Berliner Sicht vielversprechend: Alba erwischte zwar mit 6:2 den besseren Start, doch Bamberg konterte umgehend. Mit zwei erfolgreichen Dreiern und einer besseren Freiwurfverwertung drehten die Franken die Partie noch im ersten Viertel. Die Bamberger lagen fast das gesamte Viertel in Führung, weil sie sich weniger Fehler erlaubten als die Gäste. Damit war die Anfangsphase ein erstes Signal dafür, dass die Heimmannschaft in dieser entscheidenden Begegnung nichts herschenken würde.
Im zweiten Abschnitt wuchs der Rückstand der Berliner zwischenzeitlich auf sechs Punkte an. Beim Stand von 25:31 Mitte des zweiten Viertels schien Alba zunehmend den Faden zu verlieren. Doch die Gäste kämpften sich zurück, und Albas Martin Hermannsson glich zwei Sekunden vor der Pause wieder aus. Mit einem 36:36-Halbzeitstand ging es in die Kabinen, was die Spannung vor dem dritten Viertel weiter anheizte.
Spielverlauf: Berliner Aufholjagd vor der Pause
Nach dem Seitenwechsel zeigte Bamberg, warum die Mannschaft in dieser Finalserie um den Titel mitspielt. Die Gastgeber zogen Fünfeinhalb Minuten vor dem Ende auf 71:56 davon und kontrollierten die Schlussphase deutlich. Bamberg verteidigte besser und zwang die Gäste immer wieder zu Notwürfen, was sich in der Statistik der Würfe und in der Punkteverteilung klar niederschlug.
Auf Seiten der Berliner war Michael Rataj mit 18 Punkten der beste Werfer der Partie. Bei Bamberg kam Austin Crowley auf 17 Zähler und war damit Topscorer der Heimmannschaft. Die Ausgeglichenheit beider Kader zeigte sich auch darin, dass mehrere Akteure in die Scorerliste eintragen konnten, ohne dass ein einzelner Spieler das Spiel allein entschied.
Statistik: Rataj und Crowley als Topscorer
Mit dem 81:67-Erfolg wehrten die Bamberger den zweiten Matchball der Berliner in der Finalserie ab und erzwangen die maximale Anzahl an Spielen in diesem Modus. Der Modus der Best-of-Five-Serie sieht vor, dass die Mannschaft zuerst drei Siege braucht, um den Titel zu holen. Nach dem 2:2-Ausgleich gibt es keinen Spielraum mehr: Jede Partie ist ein Endspiel.
Entsprechend fällt der Blick nun auf den Dienstag. Dann kommt es zum Showdown in der Hauptstadt, wo das fünfte und entscheidende Spiel der Serie in Berlin stattfindet. Alba Berlin genießt damit im alles entscheidenden Duell Heimrecht, was die Ausgangslage aus Sicht der Berliner etwas aufwertet. Bamberg reist als Auswärtsteam an, hat aber durch den Ausgleich den psychologischen Vorteil zurückgewonnen, die Serie nicht verloren zu haben.
Ausblick: Showdown am Dienstag in Berlin
Aus Berliner Sicht verlief die Regular Season und der Einzug in die Finalserie erfolgreich genug, um den Heimvorteil im entscheidenden Spiel zu sichern. Das Team von Trainer Israel González hatte in der laufenden Saison bewiesen, dass es auch in engen Spielen bestehen kann. Dass ausgerechnet Hermannsson kurz vor der Halbzeit den Ausgleich erzielte, zeigte, dass die Berliner Moral in dieser Finalserie nie aufgegeben hat.
Bei Bamberg, das vom früheren Bundestrainer Gordon Herbert trainiert wird, war neben Crowley auch Trey Woodmore eine wichtige Stütze. In der Verteidigung ragte ein Kollektiv heraus, das den Berliner Angriff über weite Strecken des Spiels vom Korb fernhielt. Dass die Franken die Partie in der zweiten Halbzeit dominierten, lag vor allem an dieser defensiven Stabilität.
Serie im Kontext: Best-of-Five auf Maximum
Für die Basketball-Bundesliga bedeutet die Konstellation ein hochklassiges Saisonfinale. Eine Best-of-Five-Serie, die mit 2:2 in das fünfte Spiel geht, ist die maximal mögliche Spannung, die ein solcher Modus hergeben kann. Zuschauer in der Halle und vor den Bildschirmen dürfen sich am Dienstag auf ein Duell auf Augenhöhe einstellen.
Statistisch betrachtet fällt auf, dass das Spiel zur Halbzeit ausgeglichen war und sich Bamberg den Sieg vor allem in der zweiten Hälfte erarbeitete. Der Vorsprung von 15 Punkten in der Schlussphase (71:56) unterstreicht, dass die Franken in der entscheidenden Phase des Spiels die bessere Mannschaft waren. Alba wird am Dienstag ähnlich starten müssen wie zu Beginn des vierten Spiels, als man mit 6:2 in Führung ging.
Verletzungen oder besondere Vorkommnisse jenseits des sportlichen Geschehens wurden aus dem Spielbericht nicht bekannt. Beide Teams werden am Dienstag mit dem Kader antreten, der ihnen zur Verfügung steht. Sollte es personelle Veränderungen geben, würden diese voraussichtlich erst am Spieltag kommuniziert.
Die Ausgangslage vor dem entscheidenden Spiel ist offen: Bamberg hat den Ausgleich geschafft und das Momentum auf seiner Seite. Alba Berlin hat den Heimvorteil und die Unterstützung der eigenen Fans in der Hauptstadt. In der bisherigen Finalserie zeigten beide Teams, dass sie in der Lage sind, auf höchstem Niveau zu spielen.
Stimmung vor dem Entscheidungsspiel
Die Tatsache, dass die Serie nun über die volle Distanz von fünf Spielen geht, spricht für die Ausgeglichenheit beider Finalisten. In der Geschichte der Basketball-Bundesliga sind solche Serien eher selten, weil sich meist eine Mannschaft frühzeitig absetzt. Dass hier jede Partie umkämpft ist, erhöht den Unterhaltungswert für Fans und Neutral-Beobachter gleichermaßen.
Am Dienstagabend fällt die Entscheidung in der Hauptstadt. Sollte Alba Berlin das fünfte Spiel gewinnen, wäre der Titel in Berlin. Gewinnt Bamberg, würden die Franken den Titel in der Hauptstadt holen und damit für eine Überraschung sorgen. Die Vorzeichen für ein spannendes Spiel sind gegeben.
Für die Spieler beider Mannschaften geht es am Dienstag um den größten Erfolg der Vereinssaison. Die Basketball-Bundesliga ist der höchste Wettbewerb im deutschen Vereinsbasketball, und ein Titel hat für jeden Spieler einen besonderen Stellenwert in der Karriere. Die Spannung vor dem entscheidenden Spiel ist entsprechend groß.
Fragen & Antworten
Wer war der beste Werfer im vierten Spiel der BBL-Finalserie?
Bei Alba Berlin war Michael Rataj mit 18 Punkten der beste Werfer der Partie. Bei den Bamberg Baskets kam Austin Crowley auf 17 Zähler und war damit Topscorer der Heimmannschaft.
Wann und wo findet das entscheidende fünfte Spiel statt?
Das fünfte und entscheidende Spiel der Best-of-Five-Serie ist für Dienstag in Berlin angesetzt. Alba Berlin hat damit im alles entscheidenden Duell Heimrecht.
Wie konnte Bamberg das vierte Spiel nach dem ausgeglichenen Halbzeitstand noch drehen?
Nach dem 36:36-Pausenstand dominierten die Bamberger die zweite Halbzeit, zogen zwischenzeitlich auf 71:56 davon und zwangen Alba Berlin mit besserer Verteidigung immer wieder zu Notwürfen. Am Ende stand ein deutlicher 81:67-Erfolg für die Franken.
BBL-Finalserie: Bamberg gleicht gegen Alba aus – Spiel fünf | finanz360