Ein Pkw ist am Montagabend gegen 18 Uhr in Bad Goisern (Oberösterreich) von der Straße abgekommen, vier Meter tief in das Bachbett des Ramsaubachs gestürzt und auf dem Dach liegen geblieben, wobei alle vier Insassen teils schwer verletzt wurden.

Wie die Freiwillige Feuerwehr Bad Goisern berichtete, ereignete sich der Unfall bei dem sogenannten "Bachgraben". Das Fahrzeug, das von einem 20-Jährigen gelenkt wurde, kam gegen 18 Uhr von der Straße ab und stürzte in das vier Meter tiefer liegende Bachbett des Ramsaubachs. Das Fahrzeug blieb demoliert am Dach liegen.

Unfallhergang am Bachgraben

Im Auto befanden sich neben dem 20-Jährigen auch seine 23-jährige Beifahrerin und zwei Jugendliche. Alle vier Insassen wurden teils schwer verletzt und mussten von Notärzten und Sanitätern versorgt werden. Einer der Jugendlichen wurde mit dem Rettungshubschrauber zu einem Spital geflogen; die anderen drei Verletzten wurden mit Notarztbegleitung per Rettungsauto zu Krankenhäuser gebracht.

Rettung aus dem steilen Bachbett

Zwei Notärzte und mehrere Sanitäter übernahmen die Erstversorgung der Verletzten. Entgegen einer ersten Meldung war niemand im Auto eingeschlossen, als die Feuerwehr kam. Der Rettungsdienst und die FF Bad Goisern und St. Agatha brachten die vier teils schwer Verletzten aus dem Bachbett auf die Straße zurück.

Wegen der sehr steilen Uferböschung setzte die Feuerwehr auch eine Schleifkorbtrage und Steckleitern ein, da die Uferböschung sehr steil ist. Parallel dazu wurde ein zweifacher Brandschutz aufgebaut, um auf einen möglichen Brand des verunglückten Fahrzeugs vorbereitet zu sein.

Bergung und Umweltschutz

Die Feuerwehr errichtete im Bachbett mehrere Ölsperren, um auslaufende Betriebsmittel aufzufangen und eine Gewässerverunreinigung des Ramsaubachs zu verhindern. Mit einem Feuerwehr-Bergekran wurde das Auto schließlich geborgen und auf einen Abschleppwagen verladen.

Nach drei Stunden war der Einsatz für die Kräfte der FF Bad Goisern vorbei. Zum genauen Unfallhergang sowie zur Schwere der Verletzungen der einzelnen Insassen machten die Einsatzkräfte zunächst keine näheren Angaben.