Auto rollt in Niederösterreich durch Garten in einen Pool und bleibt am Rand hängen
Fels am Wagram, 09. Juli 2026
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Kurzfassung
Ein dunkelblauer Peugeot hat sich am Mittwochnachmittag in Fels am Wagram aus unbekannter Ursache selbstständig gemacht, ist quer über ein Grundstück gerollt und auf dem Rand eines privaten Swimmingpools hängen geblieben. Die Feuerwehren Fels und Grafenwörth sicherten das Elektroauto, deaktivierten den Antrieb und bargen den Wagen mit einem Kran – der Lenker blieb unverletzt.
Ein elektrisch angetriebener Kleinwagen ist am Mittwochnachmittag in Fels am Wagram (Bezirk Tulln, Niederösterreich) aus bislang ungeklärter Ursache über ein Wohngrundstück gerollt und am Rand eines privaten Schwimmbeckens zum Stillstand gekommen, ohne dass der Lenker zu Schaden kam.
Kurioser Einsatz am Mittwochnachmittag
Wie die Feuerwehr berichtete, ereignete sich der kurios wirkende Vorfall in der Parkstraße in Fels/Wagram. "Ein dunkelblauer Peugeot machte sich plötzlich selbstständig", hieß es in der Mitteilung. Der Wagen setzte sich aus bislang unbekannter Ursache in Bewegung und fuhr quer über das Grundstück eines Wohnhauses. Schließlich kam das Auto ausgerechnet auf den Rand eines privaten Swimmingpools zum Stillstand und balancierte dort in einer äußerst prekären Lage.
Beim Eintreffen der zu Hilfe gerufenen Ortsfeuerwehr Fels war die Situation noch immer brenzlig. "Als die zu Hilfe gerufene Ortsfeuerwehr Fels beim Einsatzort eintraf, balancierte der Wagen auf der Poolkante", schilderten die Einsatzkräfte. Der Pkw hing an der Kante des Schwimmbeckens und drohte ins Wasser zu stürzen, konnte sich aber noch auf den Abdecksteinen des Beckens halten. Damit verhinderte der Beckenrand, dass das Fahrzeug vollständig ins Wasser glitt.
Feuerwehr Fels sichert das Fahrzeug
Um ein weiteres Abgleiten zu verhindern, sicherten die Felser Einsatzkräfte das Fahrzeug umgehend mit der Seilwinde ihres Rüstlöschfahrzeuges. "Der Pkw wurde von den Freiwilligen sofort mithilfe der Seilwinde des Rüstwagens gesichert", hieß es dazu. Damit war die erste Phase der Sicherung abgeschlossen, doch für die eigentliche Bergung war zusätzliche Technik notwendig.
Unmittelbar darauf wurde die Feuerwehr Grafenwörth zur Unterstützung alarmiert. Auch ein Feuerwehrkran wurde angefordert, um das Fahrzeug aus seiner misslichen Lage heben zu können. Da es sich um ein Elektroauto handelte, deaktivierten die Einsatzkräfte zunächst den Antrieb mit dem Spezialgerät "E-Plug". "Die Grafenwörther setzten zunächst das 'E-Plug' genannte Gerät am Fahrzeug um den Elektroantrieb zu deaktivieren", erläuterte die Feuerwehr den Vorgang.
Grafenwörth rückt mit Kran an
Nachdem die elektrische Antriebseinheit des Peugeot stromlos geschaltet war, konnte mit der eigentlichen Bergung begonnen werden. Danach wurde das weitgehend unbeschädigte Auto schonend mit dem Kran des Grafenwörther Wechselladefahrzeugs aus der misslichen Lage befreit und aus dem Garten auf einen sicheren Abstellplatz gehoben. Der Kran des Wechselladefahrzeuges hob den Pkw vorsichtig aus seiner Lage und setzte ihn auf einem geeigneten Untergrund ab.
Personen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. "Der Lenker des Wagens hatte großes Glück und blieb bei dem Vorfall bei einem Wohnhaus in Fels am Wagram unverletzt", berichtete die Feuerwehr. Auch Passanten oder Bewohner des betroffenen Grundstücks seien nach bisherigem Stand der Erkenntnisse nicht betroffen gewesen. Verletzt wurde nach Angaben von Einsatzkräften und Polizei niemand.
Nach dem erfolgreichen Einsatz konnte das Fahrzeug sicher abgestellt und schließlich wieder an den Besitzer übergeben werden. "Der Wagen wurde dem erleichterten Lenker retourniert und die Feuerwehrleute rückten wieder in ihre Einsatzzentralen ein", hieß es in der Mitteilung. Der Peugeot selbst überstand die Irrfahrt nach ersten Einschätzungen weitgehend unbeschadet.
Ursache noch unklar
Wie es zu der ungewollten Fahrt des Kleinwagens kommen konnte, war zunächst unklar. Die Feuerwehr sprach von "unglücklichen Umständen", nannte aber noch keine konkrete Ursache für das selbstständige Rollen. Mögliche technische Defekte, ein nicht ausreichend gesichertes Getriebe oder ein versehentlich nicht angezogener Parkschloss-Mechanismus wurden von den Einsatzkräften bislang nicht öffentlich kommentiert.
Den Einsatzkräften bot sich bei ihrer Ankunft ein ungewöhnliches Bild: Ein Kleinwagen hing quer über dem Beckenrand, die Vorderräder über dem Wasser, der hintere Teil noch auf den Abdecksteinen des Pools. Die unmittelbare Gefahr, dass das Fahrzeug doch noch in das Becken rutschen könnte, machte ein rasches und zugleich behutsames Vorgehen erforderlich.
Die Feuerwehr Fels rückte umgehend aus, nachdem die Alarmierung am Mittwochnachmittag erfolgt war. Zu diesem Zeitpunkt war die Lage noch unübersichtlich, da unklar war, ob sich noch Personen im Fahrzeug befanden oder ob das Fahrzeug durch den Poolrand weiteren Schaden nehmen würde. Nach der ersten Erkundung konnte Entwarnung gegeben werden: Der Lenker hatte sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht im Wagen befunden.
Bergung mit dem Wechselladefahrzeug
Für die Bergung selbst griffen die Grafenwörther Kräfte auf das Wechselladefahrzeug mit aufgesetztem Kran zurück. Dieses Fahrzeug erlaubt es, schwere Lasten behutsam anzuheben und kontrolliert abzusetzen, ohne dass dabei das Fahrzeug oder die Umgebung beschädigt werden. Der Hub erfolgte langsam und unter ständiger Beobachtung, um ein weiteres Abgleiten über den Beckenrand zu verhindern.
Während des gesamten Einsatzes waren nach Angaben der Feuerwehr keine weiteren Rettungs- oder Polizeikräfte erforderlich. Auch Spezialisten für Hochvolt- oder Batterietechnik mussten nicht zusätzlich angefordert werden, da das E-Plug-Gerät den Antrieb schnell und sicher deaktivieren konnte. Die Einsatzkräfte konnten sich nach dem Abschluss der Bergungsarbeiten wieder zurückziehen.
Manfred Ploiner, Feuerwehrsprecher der Freiwilligen Feuerwehr Grafenwörth, zog im Anschluss an den Einsatz eine zufriedene Bilanz. "Danach konnten die Feuerwehren wieder abrücken und sich in eigenen Pools von der Nachmittagshitze erholen", sagte er mit einem Augenzwinkern. Der Spruch spiegelte die Erleichterung darüber wider, dass der Vorfall glimpflich ausgegangen war.
Reaktion aus Grafenwörth
Fels am Wagram ist eine Marktgemeinde im Bezirk Tulln in Niederösterreich und liegt im westlichen Teil des Tullner Feldes. Die Parkstraße, in der sich der Vorfall ereignete, ist eine ruhige Wohnstraße mit Einfamilienhäusern und Gärten. Swimmingpools sind in dieser Gegend in den Sommermonaten verbreitet, weshalb die Feuerwehr mit solchen Einsatzlagen grundsätzlich vertraut ist.
Über mögliche Folgeschäden am Pool, an den Abdecksteinen oder an der Gartenanlage wurden zunächst keine Angaben gemacht. Auch zur Frage, wer für die Kosten der Bergung aufkommt, gab es am Mittwochabend noch keine Stellungnahme. Die Polizeiinspektion Fels am Wagram war nach APA-Informationen nicht in den Einsatz eingebunden, da weder Personen- noch Fremdschaden zu verzeichnen war.
Der Vorfall reiht sich in eine Reihe kurioser Einsätze, mit denen Feuerwehren im Sommer immer wieder konfrontiert werden. Das selbstständige Rollen eines Elektroautos gilt allerdings als seltenes Ereignis. Fachleute verweisen darauf, dass bei modernen E-Autos zwar meist eine automatische Parksperre greift, technische Defekte aber nie ganz ausgeschlossen werden können.
Mit der Übergabe des Peugeot an den Besitzer endete der Einsatz am Mittwochnachmittag. Die Feuerwehr Fels und die Feuerwehr Grafenwörth rückten wieder in ihre Einsatzzentralen ein und stellten die Einsatzbereitschaft wieder her. Der Lenker selbst dürfte nach dem Schrecken vor allem eines mitgenommen haben: das Wissen, dass sein Auto diesmal knapp einem unfreiwilligen Bad entgangen ist.
Fragen & Antworten
Was genau ist in Fels am Wagram passiert?
Ein dunkelblauer Peugeot hat sich aus unbekannter Ursache selbstständig in Bewegung gesetzt, ist quer über ein Wohngrundstück in der Parkstraße gerollt und am Rand eines privaten Schwimmbeckens hängen geblieben, ohne in das Wasser zu stürzen.
Wer wurde bei dem Vorfall verletzt?
Nach Angaben der Feuerwehr blieb der Lenker des Wagens unverletzt; auch weitere Personen kamen nach bisherigem Stand nicht zu Schaden.
Wie wurde das Auto geborgen?
Die Feuerwehr Fels sicherte den Wagen zunächst mit der Seilwinde ihres Rüstlöschfahrzeuges, die nachalarmierte Feuerwehr Grafenwörth deaktivierte den Elektroantrieb mit dem Spezialgerät 'E-Plug' und hob das Auto anschließend schonend mit dem Kran eines Wechselladefahrzeuges aus seiner Lage.
E-Auto rollt in Pool in Fels am Wagram: Feuerwehr hebt Pkw | finanz360