Die Aufträge der deutschen Industrie sind im April fast doppelt so stark eingebrochen wie erwartet, wobei das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag einen Rückgang des Neugeschäfts um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat vermeldete.

Unerwartet starker Einbruch

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte am Montag mit, dass die Aufträge der deutschen Industrie im April um 3,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken sind. Volkswirte hatten laut Reuters lediglich mit einem Rückgang von 2,0 Prozent gerechnet. Damit fiel der Einbruch fast doppelt so stark aus wie prognostiziert.

Das Ifo-Institut erklärte, dass die Lieferketten angespannt blieben. Klaus Wohlrabe erläuterte: „Die Lieferketten bleiben angespannt. Vor allem Branchen mit hohem Bedarf an öl- und energieintensiven Vorprodukten spüren die Folgen der geopolitischen Spannungen."