Die bemannte Artemis 2-Mission erlebte einen rekordverdächtigen 40-minütigen Kommunikationsausfall zwischen der Orion-Raumkapsel und der NASA-Bodenkontrolle in Houston.
Rekordverdächtige Funkstille
Die Orion-Raumkapsel, die sich auf ihrem Weg zum Mond befand, verlor am 7. April 2026 für genau 40 Minuten den Kontakt zur NASA-Bodenstation in Houston. Dies ist die längste dokumentierte Phase vollständiger Funkstille während einer bemannten Mondmission. Bisherige Ausfälle bei Apollo- oder Artemis-Missionen waren deutlich kürzer.
Die NASA bestätigte den Vorfall, gab jedoch zunächst keine Details zur Ursache bekannt. "Wir haben alle Systeme überprüft und arbeiten daran, solche Vorkommnisse in Zukunft zu vermeiden", hieß es in einer kurzen Stellungnahme der Raumfahrtbehörde. Die Astronauten an Bord der Orion-Kapsel waren während des Ausfalls zwar von der Erde abgeschnitten, aber nicht in unmittelbarer Gefahr.
Reaktionen und Hintergründe
Der Kommunikationsexperte Florian Harms bezeichnete den Vorfall als "technisch bemerkenswert, aber nicht unbedingt besorgniserregend". Er verwies darauf, dass solche Ausfälle bei Langstreckenmissionen im Weltraum trotz modernster Technologie nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
Die Artemis 2-Mission ist der erste bemannte Flug des Orion-Raumschiffs im Rahmen des Artemis-Programms der NASA. Ziel ist es, Astronauten in eine Mondumlaufbahn zu bringen und damit die Grundlage für spätere Landemissionen zu schaffen. Der Funkausfall ereignete sich in einer kritischen Phase des Fluges, als sich die Kapsel bereits in großer Entfernung von der Erde befand.
