Washington, D.C., 5. April 2026
Die vierköpfige Besatzung der NASA-Mission Artemis 2 hat als erste Menschen in über 50 Jahren die Rückseite des Mondes mit eigenen Augen gesehen und dabei das Orientale-Becken erstmals direkt beobachtet.
Die Astronauten näherten sich der Mondoberfläche bis auf 7.500 Kilometer und konnten sowohl die Erde als auch den Mond gleichzeitig sehen – eine Perspektive, die bisher kein Mensch einnehmen konnte. Die NASA veröffentlichte ein Foto, das die Crew vom Orientale-Becken aufgenommen hat, einem der größten Einschlagkrater auf der lunaren Rückseite.
Historischer Moment für die Raumfahrt
Es ist das erste Mal seit der Apollo-17-Mission im Dezember 1972, dass wieder Astronauten den Mond erreichen. Die Artemis-2-Crew hat damit einen Meilenstein in der bemannten Raumfahrt gesetzt. Die Orion-Kapsel, in der sich die Astronauten befinden, ist mittlerweile in den Gravitationseinfluss des Mondes eingetreten.
„Diese Bilder und Erfahrungen werden die Art und Weise verändern, wie wir unseren Platz im Universum sehen“, teilte die NASA mit. Die Besatzung habe einen Blickwinkel auf den Mond, den vor ihnen noch kein Mensch hatte. Besonders das Orientale-Becken, das bisher nur von Sonden fotografiert wurde, ist nun erstmals mit bloßem Auge von Astronauten beobachtet worden.
Technische und wissenschaftliche Bedeutung
Die Mission liefert nicht nur spektakuläre Bilder, sondern auch wertvolle Daten für die Wissenschaft. Die Nähe zur Mondoberfläche ermöglicht detaillierte Beobachtungen der geologischen Strukturen auf der Rückseite. Das Orientale-Becken, einer der am besten erhaltenen großen Einschlagkrater des Sonnensystems, gibt Aufschluss über die Frühgeschichte des Mondes.
