Andy Burnham, früherer Bürgermeister von Greater Manchester, hat in seiner ersten großen programmatischen Rede in Manchester eine umfassende Dezentralisierung der politischen Macht weg vom Londoner Regierungsviertel Westminster angekündigt und sich damit als bislang einziger Kandidat für die Nachfolge des zurückgetretenen Keir Starmer positioniert.
Hintergrund: Nachfolge Starmers
Burnham, der derzeit als einziger Bewerber für den Posten des Labour-Parteivorsitzenden und damit des Premierministers gilt, sprach vor geladenen Gästen in einem Museum in Manchester. Er skizzierte eine Zehn-Jahres-Mission und versprach einen „radikalen Wandel“. Sollte kein weiterer Kandidat auftauchen, könnte er bereits Mitte Juli neuer Premier werden; andernfalls müsste er sich einem aufwendigen parteiinternen Auswahlverfahren stellen.
Zentrales Element seiner Rede war die Ankündigung der größten Umverteilung politischer Macht, die das Vereinigte Königreich je erlebt habe. „Wir brauchen eine neue Entschlossenheit, um den Lebensstandard jedes einzelnen Menschen in diesem Land zu verbessern“, sagte Burnham. Er wolle die Macht „in die Hände der Menschen und Regionen legen, die diese am besten nutzen können“.
