Sevilla, 02 Juli 2026
In Andalusien regiert die konservative Volkspartei (PP) künftig gemeinsam mit der rechtspopulistischen Partei Vox, nachdem der amtierende PP-Regierungschef Juanma Moreno im zweiten Wahlgang im Regionalparlament in Sevilla mit 68 Stimmen aus PP und Vox zum neuen Regierungschef einer Koalitionsregierung gewählt wurde.
Die Wahl im andalusischen Regionalparlament war nötig geworden, nachdem Moreno bei der Regionalwahl am 17. Mai die absolute Mehrheit verfehlt hatte. Seine PP erreichte 53 Sitze und lag damit unter der Schwelle von 55 Abgeordneten, die für eine absolute Mehrheit erforderlich sind. Vox kam auf 15 Sitze, sodass beide Parteien zusammen auf 68 Stimmen kommen und Moreno im zweiten Anlauf als Regierungschef bestätigen konnten. Die erste Wahl am Dienstag war noch gescheitert, weil die erforderliche Mehrheit fehlte.
Wahl mit knapper Mehrheit
Andalusien ist nach Extremadura, Aragón und Kastilien-León die vierte spanische Region, in der die PP gemeinsam mit Vox regiert. Die Live-Übertragung der Abstimmung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen RTVE machte den politischen Wechsel in der bevölkerungsreichsten autonomen Gemeinschaft Spaniens sichtbar. Moreno hatte in seiner ersten Amtszeit noch alleine regiert, weil die PP damals über eine eigene absolute Mehrheit verfügte.
