Der mutmaßliche Amokfahrer von Leipzig hatte seine Tat bereits im April angekündigt, während seine Frau schon im März das Jugendamt eingeschaltet und im April mehrere Anzeigen gegen ihn erstattet hatte.
Drohungen und Vorankündigung
Der 33-jährige Deutsche schrieb seiner Frau in einer Chatnachricht: "lange kein Auto mehr in eine Menschenmenge gefahren". Diese Nachricht bestätigte ein Sprecher der Leipziger Polizei auf Anfrage der Zeitung, allerdings sei sie der Behörde "erst am Abend des Tatgeschehens" vorgelegen.
Bereits im März hatte sich die Frau an das Jugendamt gewandt, wie Recherchen der "Zeit" ergaben. Im April folgten mehrere Anzeigen gegen ihren Mann wegen Bedrohung, Beleidigung und Verleumdung. Der Verdächtige soll zudem mindestens einmal damit gedroht haben, Familienmitglieder zu töten.
Ermittlungen und Motiv
Die Motive des Mannes sind laut Ermittlern weiterhin unklar. Es gebe keine Hinweise auf einen politischen oder religiösen Hintergrund der Tat. Der Verdächtige wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, wo er sich derzeit befindet.
