São Paulo, 22. Juli 2026

Im Amazonasgebiet sind im Jahr 2025 so wenig Waldflächen abgebrannt wie seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren nicht mehr; der brasilianische Jahresbericht von MapBiomas weist für die Region rund 3,1 Millionen betroffene Hektar aus.

Drastischer Rückgang gegenüber dem Vorjahr

Nach einer schweren Dürre im Jahr zuvor hat sich die Lage im Amazonasgebiet deutlich entspannt. Laut dem Brandbericht von MapBiomas zeigt die Analyse der vergangenen vier Jahrzehnte, dass mehr als 49 Prozent der gesamten verbrannten Flächen auf privaten ländlichen Grundstücken lagen, gefolgt von Siedlungen mit rund acht Prozent. Rund 3,1 Millionen Hektar waren im vergangenen Jahr von Bränden betroffen – verglichen mit mehr als 30 Millionen Hektar nach einer schweren Dürre im Jahr zuvor.

Die verbrannte Fläche im Amazonas war damit rund 80 Prozent weniger als im Vorjahr. Brasilienweit lag die Brandfläche 2025 laut dem Jahresbericht der Überwachungsinitiative MapBiomas bei insgesamt 12,7 Millionen Hektar. Die Zahlen sind die niedrigsten seit 2018.

Wie MapBiomas die Zahlen ermittelt

Das Netzwerk MapBiomas besteht aus Universitäten, Nichtregierungsorganisationen sowie Technologieunternehmen und wertet unter anderem Satellitenbilder aus. Häufig werden Bäume zunächst gefällt und die abgeholzten Flächen dann in Brand gesteckt, um neue Weideflächen und Ackerland etwa für den Sojaanbau zu schaffen. Wenn es sehr trocken ist, geraten die Brände oft ausser Kontrolle.